Dekra-Gebrauchtwagenreport Deutsche Fahrzeughersteller schneiden am besten ab

Klein- und Kompaktwagen sind anfälliger für kleine Schäden und reparaturbedürftiger als große Limousinen. Da ihre Anzahl bei den Gebrauchtwagen in Deutschland im letzten Jahr gestiegen ist, hat die Dekra bei ihren Untersuchungen im Jahresdurchschnitt auch mehr Fehler gefunden und er Mängelindex stieg an. Die Fahrzeuge der deutschen Hersteller haben beim Dekra-Gebrauchtwagenreport am besten abgeschnitten.

Der Dekra-Gebrauchtwagenreport zeigte mehr Mängel an Fahrwerk und Lenkung. - © Fotolia

Elektrik, Elektronik und Licht – das sind die häufigsten Mängel an deutschen Gebrauchtwagen. Rund ein Fünftel aller von der Dekra im Jahr 2011 untersuchten Fahrzeuge wiesen hier Fehler auf. Doch nach diesen vermeintlich kleineren Mängel folgen auch gravierendere Probleme: 11,8 Prozent der Fahrzeuge zeigten Mängel an der Bremsanlage und 8,3 Prozent Mängel an Fahrwerk und Lenkung.

Herstellerqualität bleibt gut

Ein Trend zu Mini- und Kleinwagen hat zu schlechteren Bewertungen im Mängelindex der Prüfgesellschaft geführt. Er ging um 2,3 Prozentpunkte auf 59,6 Prozent zurück, wie die Dekra mitteilte. Je höher der Wert, desto weniger Mängel wurden gefunden.

"Die Anzahl der Mängel hat zugenommen", sagte Klinke. Das liege vor allem daran, dass es einen Trend zu Klein- und Kompaktwagen gebe, die anfälliger sind als Limousinen. Zum anderen sei auch das Durchschnittsalter der untersuchten Fahrzeuge gestiegen. Insgesamt könne man deshalb nicht sagen, dass die Fahrzeuge schlechter geworden sind. "Die Herstellerqualität ist im Gegenteil über die letzten Jahre konstant gestiegen", sagte Klinke.

Insgesamt wertete die Dekra 280 Fahrzeugmodelle aus. Die beste Wertung aller Fahrzeuge erzielte der Opel Astra mit einem Mängelindex von 96,9 Prozent. Über alle Kilometerlaufleistungen hinweg wies der Audi A4 im Durchschnitt die wenigsten Mängel auf.

Eingeteilt wurden die Laufleistungen in drei Klassen bis 50.000 Kilometer, bis 100.000 Kilometer und bis 150.000 Kilometer. Der Unterschied ist zwischen den einzelnen Klassen erheblich. Bis 50.000 Kilometer liegt der durchschnittliche Mängelindex bei 80,2 Prozent. Bei den Pkw zwischen 50.000 und 100.000 Kilometern liegt er nur noch bei 56,5 Prozent und bei denen bis 150.000 Kilometer verschlechtert er sich auf 33,6 Prozent.

Autos aus Deutschland sechsmal auf Platz eins

Deutsche Fabrikate fanden sich auffällig oft auf den vorderen Plätzen wieder. Sie belegen in sieben Fahrzeugklassen sechsmal den ersten Platz. Von 21 Podiumsplätzen belegen sie 14. Die japanischen Autobauer kommen sechsmal unter die ersten Drei. Grundsätzlich könne man aber nicht sagen, dass die Reparaturkosten bei ausländischen Fabrikaten höher seien, sagte Klinke. "Das muss man im Einzelfall sehen."

Detail zum Dekra-Gebrauchtwagenreport bekommen Sie unter gebrauchtwagenreport.com. Hier können Sie die einzelnen Fahrzeugklassen und Baugruppen einzeln betrachten. dapd