Steigende Spritpreise und immer höhere Kosten für die Kfz-Versicherung haben in den vergangenen Jahren viele Autofahrer verärgert. Von 2005 bis 2010 sind diese Kosten laut Statistischem Bundesamt um 41 Prozent stärker gestiegen als die Kosten der allgemeinen Lebenshaltung. Der Auto Club Europa (ACE) wirft Kfz-Versicherungen und der Mineralölbranche deshabl Preistreiberei vor.
Der Unterhalt für ein Auto steigt. Vor allem die Kosten für die Kfz-Versicherung und die Spritpreise sorgten seit 2005 für eine Kostenexplosion. Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamts sind die Versicherungsbeiträge um 18,2 Prozent und die Kraftstoffpreise um 16,1 Prozent gestiegen. Dies teilte der ACE am Samstag im Stuttgart mit.
Auch Reparaturen wurden teurer
Damit sind die Unterhaltskosten für Autos stärker gestiegen als die Lebenshaktungskosten der Verbraucher. Der sogenannte Kfz-Preisindex stieg um 11,6 Prozent, der Verbraucherpreisindex dagegen nur um 8,2 Prozent. Zu diesem Anstieg haben nach Angaben der Tageszeitung "Augsburger Allgemeinen " auch die Kosten für Reparaturen, Inspektionen, Ersatzteile und Pflegemittel beigetragen. Sie haben sich um rund zehn Prozent erhöht.
Da die Nettolöhne der Arbeitnehmer in diesen Jahren in Deutschland im Schnitt um 1,2 Prozent gesunken sind, kritisiert der ACE diese Tatsache als Preistreiberei von Seiten der Versicherungen und der Mineralölkonzerne. Zudem warf er der Bundesregierung vor, "den wirtschaftlichen Machtmissbrauch der Multis" zu fördern und den Verbrauchern zu schaden. dapd/dhz
