Bund und Länder wollen den Winterdienst auf deutschen Autobahnen effizienter gestalten. Unter anderem sollen Fahrzeuge mit reinen Tausalzlösungen der Gefahr von Eis- und Schneeglätte vorgebeugt werden.
Bundesverkehrsmini ster Peter Ramsauer hat am 12. Dezember auf dem Gelände der Autobahnmei sterei Siegsdorf ein entsprechendes Winterdienstfahrzeug vorge stellt. Nach einem Probebetrieb in verschiedenen Bundesländern und der technischen Abnahme durch die Bundesanstalt für Straßenwesen be stehe nun grünes Licht für den Regelbetrieb von Fahrzeugen mit reinen Tausalzlösungen, meldet das Bundesverkehrsmini sterium.
Die Salzlösungen (Natrium-, Calcium- oder Magnesiumchlorid) werden auf die Fahrbahn gesprüht und würden unmittelbar wirken. Sie können bei Temperaturen bis zu minus 6 Grad Celsius eingesetzt werden. Vorteil: Die Lösungen verteilen sich gleichmäßig und bleiben länger liegen als Feuchtsalzstoffe, denn diese haften nur bedingt auf der Fahrbahn und werden von den Fahrzeugen leicht verdrängt.
Streusalzreserven aufgestockt
Neben dem Einsatz der neuen Tausalzlösungen wurden vor dieser Wintersaison die Streusalzreserven aufgestockt. Das Bundesverkehrsmini sterium habe in einem Pilotprojekt 100.000 Tonnen Streusalz zusätzlich als "länderübergreifende Streusalzreserve" für den Einsatz auf Autobahnen bereit ge stellt. Auf die Reserven in Nordrhein-Westfalen (60.000 Tonnen) und Sachsen-Anhalt (40.000 Tonnen) könnten alle Länder in konkreten Notlagen, etwa bei Lieferengpässen, zurückgreifen. Neben der Bundesinitiative hätten die mei sten Länder ihre eigenen Lagerkapazitäten ebenfalls deutlich erhöht. ste
