Der deutsche Pkw-Markt konnte sich in diesem Jahr wieder kräftig erholen. Er legte den neuesten Prognosen des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zu. Doch für das kommende Jahr sieht der Verband nur noch ein leichtes Plus, das sich durch die Eurokrise sogar noch abschwächen könnte.
Das Jahr 2011 wird der Automobilmarkt in Deutschland voraussichtlich mit 3,16 Millionen Neuzulassungen beenden und damit wieder stabile Werte erreichen. Die Vertreter des VDIK zeigten sich bei der heutigen Pressekonferenz zufrieden mit dem diesjährigen Ergebnis. Immerhin ein Plus von neun Prozent.
Doch diese Werte könnten sich schnell eintrüben, wenn die Politiker die Eurokrise nicht bald in den Griff bekommen. "Die Unsicherheiten sind beachtlich," sagte VDIK-Präsident Volker Lange und rief die Politik zur Geschlossenheit auf. Nur wenn die europäische Politik über Ländergrenzen hinweg gemeinsam entscheide, könne die Krise bewältigt werden, sagte er der Nachrichtenagentur Dow Jones.
Auch die Nutzfahrzeuge legen 2011 zu
2011 sieht Lange dagegen als sehr gutes Jahr an. Auch der Markt der Nutzfahrzeuge verbuchte einen Anstieg bei den Verkaufszahlen. Er wird dieses Jahr voraussichtlich um 17 Prozent wachsen, was 333.000 Verkäufen entspricht. Für 2012 geht der Verband von einen klaren Minusgeschäfts aus. "Obwohl die aktuell vorliegenden Auftragseingänge auf hohem Niveau sind, lässt die gedämpfte konjunkturelle Entwicklung eine zurückhaltende Nachfrage erwarten", sagte Lange gegenüber Dow Jones. "Wir rechnen daher für den Nutzfahrzeugmarkt 2012 mit 325.000 Einheiten". dapd/dhz