In der ersten Jahreshälfte 2011 haben die Kraftstoffpreise neue Rekordwerte erreicht. Laut der Analyse des ADAC an Markentankstellen und freien Stationen waren sie in dieser Zeit so teuer wie nie zuvor. Bis Ende Juni sind sie jedoch spürbar gesunken.
So teuer wie nie
In der ersten Hälfte verteuerte sich Superbenzin laut ADAC auf durchschnittlich 1,522 Euro je Liter. Im gesamten Vorjahr lag der Preis für Super im Schnitt noch bei 1,405 Euro, 2009 bei 1,273 Euro. Noch deutlicher zeigt sich der Preisanstieg bei Diesel. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 musste man je Liter Selbstzünder-Sprit 1,398 Euro berappen, so der Automobilclub. 2010 lag der Preis noch bei 1,214 Euro, das sind 18,4 Cent weniger. Noch ein Jahr zuvor, 2009, kostete Diesel im Schnitt 1,077 Euro je Liter.
Starke Hochs und Tiefs gab es im Juni bei den Kraftstoffpreisen. Der 2. Juni war was die Benzinpreise (E10 bei 1,570 Euro je Liter) betrifft der teuerste Tag und schon am 27. war der Tiefpunkt (1,465 Euro je Liter) erreicht. Dieselfahrer mussten laut ADAC am 17. Juni bei einem Tagesdurchschnittspreis von 1,449 Euro beim Bezahlen der Tankrechnung am tiefsten in die Tasche greifen. Bis zum 27. Juni fiel der Dieselpreis auf durchschnittlich 1,350 Euro.
Zum Ende des Monats seien die Spritpreise deshalb gesunken, weil die Internationale Energieagentur die strategischen Ölreserven angezapft hätte. Dadurch seien nicht nur die Rohölnotierungen spürbar gesunken, sondern auch die Preise an den Tankstellen haben merklich nachgegeben.
Quelle: ADAC