160.000 Neuzulassungen verzeichnetete der deutsche Nutzfahrzeugmarkt im ersten Halbjahr 2011. Das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Aber auch der Pkw-Markt entwickelt sich positiv.
Nutzfahrzeugmarkt wächst um 25 Prozent
"Angesichts des Markteinbruchs in 2009 und der schwierigen Marktsituation in 2010 sind die jetzigen Zuwachsraten im Nutzfahrzeugmarkt von besonderer Bedeutung. Sie spiegeln die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und das positive Investitionsklima in Deutschland wider.", sagte VDIK-Präsident Volker Lange zu den aktuellen Zuwächsen.
Kräftige Auswirkung auf das Halbjahresergebnis hat laut VDIK die Entwicklung im Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 t zGG. Hier konnte bei 110.000 Neuzulassungen ein Zuwachs von 19 Prozent verbucht werden. Die schweren Nutzfahrzeuge über 16 t zGG erreichten bei über 32.000 Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2011 kumuliert ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010.
Im europäischen Vergleich wächst der Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland jedoch stärker als in den anderen Ländern. Der EU-Raum weist im ersten Halbjahr voraussichtlich nur ein Plus von 14 Prozent aus, überdurchschnittlich gut entwickeln sich dabei die 12 neuen der 27 EU-Länder.
Wachstum auch bei den Pkw
Der Pkw-Markt ist im ersten Halbjahr 2011 um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eszeitraum gewachsen und erreicht über 1,6 Millionen Neuzulassungen. Die wichtigste Triebfeder der Neuzulassungen waren dabei laut VDIK die Neuzulassungen von Pkw mit Dieselmotor. Sie steigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf rund 750.000 Fahrzeuge, ihr Anteil erreicht damit rund 46 Prozent.
"Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist deutlich zu spüren. Die Automobilindustrie hat einen ausgezeichneten Auftragsbestand erreicht. Daraus resultieren je nach Marke und Pkw-Segment verschieden lange Lieferzeiten, die wiederum dafür sorgen, dass sich der Wachstumstrend im 2. Halbjahr fortsetzen wird", kommentiert Lange die aktuellen Zahlen.