Fielt stellt neuen Transporter vor Fiat Ducato: Neue Motoren und ein Farbtupfer

Was ist neu am Ducato? Eine berechtigte Frage. Schließlich sieht beim 2011er-Modell alles so aus wie gehabt. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn Fiat hat seinem größten Transporter eine Kur unterzogen, die sich auf Motoren und Innenraum konzentriert. Von Patrick Choinowski

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    Am Exterieur hat sich beim Fiat Ducato 2011 nichts verändert. Dafür wurde der größte Transporter der Italiener unter Motorhaube und im Innenraum renoviert. Foto: Fiat
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    Die Farbe rot dominiert in Zukunft das Cockpit des Ducato. Foto: Fiat
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    In drei verschiedenen Ausführungen gibt es die MIttelkonsole: Standard, Techno (im Bild) und Elegant in Wurzelholzoptik. Foto: Fiat
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    Für Handwerker der interessanteste Motor: Der 2,0 l-Diesel wurde neu konstruiert, ist 115 PS stark und sparsam. Foto: Fiat

Fiat Ducato: Neue Motoren und ein Farbtupfer

Der Ducato ist aus der Transporterpalette von Fiat nicht mehr wegzudenken. Genau vor 30 Jahren lief die erste Baureihe vom Band. Alle fünf Jahre veränderten die Italiener ihr größtes Nutzfahrzeug. Nachdem sie 2006 die fünfte Generation mit verändertem Design, großem Ladevolumen (bis 17m3) und Frontantrieb auf den Markt brachten, hielten sich die Änderungen beim Modell 2011 zumindest im Exterieur in Grenzen. Dafür tat sich etwas unter der Haube. Vier völlig neue Multijet-Turbodiesel Motoren auf Euro 5-Norm erhält der Fiat Ducato. Zusätzlich gibt es noch das Erdgas-Triebwerk mit 136 PS.

Für Handwerksbetriebe interessant: das neue 2,0-l-Aggregat. Der Einstiegsmotor ersetzt den 2,2 l-Vorgänger und überzeugte bei der Präsentation mit Verbrauchsarmut und einem bemerkenswerten Abzug. 115 PS stark ist die Maschine und die machen sich bei 800 kg Ladung bemerkbar. Der Ducato macht Spaß beim Fahren und verfehlt das Ziel eines verbrauchsarmen Transporters nicht. Auf 6,4 l/100 km beziffert Fiat den Verbrauch, bei einem CO2-Ausstoß von 169 g/km. Gegenüber dem Vorgänger senkt sich laut Fiat der Verbrauch um 14 Prozent, und das, obwohl das Aggregat um 15 PS stärker ist.

Freilich wird der Unterschied zu den 2,3 l- (130 PS, 148 PS) und zur 3,0 l-Maschine (175 PS) deutlich. Doch stellt das Ducato-Einstiegsmodell eine gute Alternative für Handwerker dar, die in der Stadt und im Umland unterwegs sind und nicht so viel Wert auf einen sehr starken Transporter legen. Zwei Nachteile sind jedoch zu erwähnen: Das 2,0 l-Aggregat läuft im Gegensatz zu den anderen Modellen nur mit einem Fünf-Gang- und nicht mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Außerdem kann es nicht mit der in den 2,3 l-Modellen optional erhältlichen Start-Stop-Automatik ausgerüstet werden. Die neue Traktionskontrolle "Traktion +" kann dagegen in allen Modellen nachgerüstet werden.

Dafür bieten sich Handwerksmeistern und ihren Mitarbeiter andere Komforts. Denn Der Innenraum in der Fahrerkabine wurde total modernisiert. Rot-schwarze Sitze bringen Farbe ins Spiel. Zusätzlich gibt es drei Ausstattungsvarianten: Standard, Techno und Elegant. Je nach Wunsch kann die Mittelkonsole mit einer reinen Kunststoff-, einer schwarz glänzenden oder einer wie Walnussholz aussehenden Oberfläche ausgestattet werden – letzteres scheint zugegebenermaßen etwas übertrieben für einen Transporter und ist eher für den Campingbereich gedacht. Doch strahlt vor allem die schwarz glänzende Oberfläche hochwertige Qualität aus. Im oberen Teil der Mittelkonsole ist die Dockingstation für das herausnehmbare Navigationssystem integriert. Es bildet die Schaltstation des neuen Blue&Me TomTom Live, über dessen Bildschirm neben der Navigation unter anderem auch Telefongespräche und die Wiedergabe von Musik auf externen MP3-Playern gesteuert werden kann.

Zusätzlich verfügt das Cockpit über zahlreiche Ablageflächen wie ein Fach für das Notebook oder einen Kühler für 1,5 l-Flaschen.

Der neue Fiat Ducato kann bereits beim Händler bestellt werden und ist voraussichtlich ab Ende Juni verfügbar. Der Einstiegspreis wird laut Fiatangaben bei ca. 21.000 Euro (zzgl. MwSt.) liegen.