Der französische Autohersteller Peugeot richtet in Deutschland den Blick verstärkt auf die margenstärkere Mittelklasse. Der neue 508, der mit Verkaufsstart im März auch gleich als Kombi angeboten wird, soll vor allem auch Firmenkunden anlocken
Peugeot will Firmenkunden locken
Peugeot hat für die Autobauer schwierige Jahr nach der Abwrackprämie vergleichsweise gut überstanden. Der französische Hersteller musste 2010 zwar einen Einbruch bei den Pkw-Neuzulassungen um 35,3 Prozent hinnehmen, gewann mit 84.242 Autos aber zwei Plätze und liegt jetzt auf dem dritten Rang der Importmarken, vor Toyota und Fiat, aber hinter Renault/Dacia und Skoda. Den Umsatz im Jahr 2010 gab Bauch mit 1,52 Milliarden Euro an, das Ergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gestiegen.
Neuer Diesel-Hybrid zur IAA
Für 2011 strebt Peugeot in Deutschland eine Steigerung des Autoabsatzes um mehr als 25 Prozent an. Dazu helfen sollen zahlreiche Sondermodelle. Innovativ will sich Peugeot zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September in Frankfurt am Main präsentieren. Dort werde das weltweit erste Diesel-Full-Hybrid-Fahrzeug gezeigt. Der 3008 HYbrid4 soll an der Vorderachse von einem Diesel- und an der Hinterachse von einem Elektromotor angetrieben werden und damit auch Allradantrieb bieten.
Von dem im Dezember vorgestellten Elektro-Viersitzer iOn wurden Deutschland nach den Worten von Bauch für dieses Jahr 600 Fahrzeuge zugeteilt. Sie gehen ausschließlich an gewerbliche Kunden wie staatliche Einrichtungen, Energieversorger, Leasing- und Car-Sharing-Firmen sowie Fuhrparks von Großunternehmen. Peugeot verkauft zudem das Auto nicht. Es kann nur geleast werden. Als Preis nannte Baum 499 Euro im Monat – plus Mehrwertsteuer.
dapd
