Die Zahl der deutschen Autoverkäufe hat sich im November wieder normalisiert. Insgesamt wurden 262.500 Fahrzeuge verkauft. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen im Jahr 2011.
Kfz-Gewerbe rechnet mit 3 Millionen Neuzulassungen
In diesem Jahr gingen zwischen Januar und November die Neuzulassungen um ein Viertel auf 2,69 Millionen Pkw zurück, teilte der VDIK mit. Laut dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes ist die Talsohle aber durchschritten. "Der ZDK rechnet mit einem Anstieg auf leicht über drei Millionen Einheiten", erklärte der Verband.
Im vergangenen Jahr hatte die staatliche Abwrackprämie für einen Absatzboom gesorgt. Nach dem Ende der Wirtschaftskrise und dem Wegfall der Prämie pendelt sich die Zahl der Autoverkäufe in Deutschland nun langsam wieder auf Normalniveau ein. Zwar war die Verschrottungsprämie schon im September vergangenen Jahres ausgelaufen, die bestellten Neuwagen wurden jedoch erst viele Wochen später ausgeliefert. Damit stiegen die Neuzulassungen im November 2009 noch immer um ein Fünftel. Nachdem die Effekte der Umweltprämie im Dezember 2009 weitgehend verpufft waren, rechnet VDIK-Präsident Volker Lange für Dezember dieses Jahres erstmals mit einem Plus bei den Neuzulassungen.
Kapazitätsauslastung der Branche bei knapp 85 Prozent
Im Vergleich zu 2008 lagen die Absatzzahlen der ersten elf Monate dieses Jahres nach VDIK-Angaben um sechs Prozent zurück. Für das Gesamtjahr geht der Verband von einem Rückgang der Zahl der Neuzulassungen auf rund 2,9 Millionen (nach 3,8 Millionen im Vorjahr) aus.
Nach Angaben von ZDK-Sprecher Ulrich Köster wird sich der Gebrauchtwagensektor 2011 mit circa 6,2 Millionen Neuzulassungen leicht unterhalb des diesjährigen Niveaus von 6,3 Millionen bis 6,4 Millionen stabilisieren. Insgesamt dürfte es im kommenden Jahr sowohl von privater als auch gewerblicher Seite positive Impulse für alle drei Geschäftsbereiche des Kfz-Gewerbes geben.
dapd