Bei der Inspektion in Autowerkstätten wird häufig gefuscht. Nicht einmal jede zweite der 75 getesteten Werkstätten hat im Test von ADAC und Stiftung Warentest alle präparierten Mängel gefunden. Ein schlechtes Zeugnis erhielten die freien Werkstätten.
Freie Werkstätten reparieren schlampig
Nicht einmal jede zweite der 75 untersuchten Auto-Werkstätten hat im Test alle präparierten Fehler gefunden. Während die Vertragswerkstätten teilweise vorbildlich arbeiten, schlampen viele freie Werkstätten. Zu diesem Ergebnis kommen der ADAC und die Stiftung Warentest in einem Gemeinschaftstest von Auto-Werkstätten von fünf Fahrzeugherstellern, einer freien Werkstattkette und einer Kooperation freier Werkstätten.
Für den Test wurden Autos von Mercedes, Opel, Renault, Toyota und Volkswagen in die jeweilige Vertragswerkstatt oder in eine ATU- oder Meisterhaft-Werkstatt geschickt. Obwohl die Inspektionen streng nach den Wartungsvorschriften der Fahrzeughersteller ablaufen sollten, wurden viele der präparierten Mängel nicht behoben: Völlig verstellte Scheinwerfer blieben unverändert oder zu geringe Kühlmittelstände, die zu einem Motorschaden führen können, wurden nicht aufgefüllt.
"Enttäuschendes Ergebnis bei freien Werkstätten
Bei Meisterhaft fanden lediglich sechs von 25 Werkstätten alle Mängel, drei fanden keinen einzigen Fehler – "enttäuschend", so das Fazit der Tester. Verbesserungsbedürftig sind die Werkstätten von ATU, bei denen sich bei allen ausgewählten Automarken ein uneinheitliches Qualitätsniveau zeigte.
Bei allen geprüften Automarken haben die Vertragswerkstätten besser abgeschnitten. Mercedes-Benz liegt vorn, gefolgt von Renault und mit etwas Abstand Opel. Alle drei sind "sehr gut", Volkswagen und Toyota "gut". Allerdings verlangen die Vertragswerkstätten meist erheblich mehr als die Freien.
Im Test: Inspektion in 75 Autowerkstätten von fünf Fahrzeugherstellern (Mercedes-Benz, Opel, Renault, Toyota, Volkswagen) sowie exemplarisch eine freie Werkstattkette (ATU) und eine Kooperation freier Werkstätten (Meisterhaft).
Das Ergebnis des Werkstatttests der Stiftung Warentest können Sie unter test.de herunterladen (kostenpflichtig).
dhz