Die neue Dimension des Transports. So tituliert Fiat den neuen Doblò Cargo. Und dies ist mehr als nur ein Werbespruch. Der neue Doblò Cargo verkörpert die Dimension 2010, wie die Deutsche Handwerks Zeitung bei einer ersten Testfahrt feststellte.
Doblò in neuer Dimension
Nicht mehr so eckig und kantig wie sein Vorgänger, vermittelt der neue Transporter das Gefühl, in einem Pkw zu fahren und auch darin zu sitzen. Die Innenaussattung ist an die des als "Family Space" genannten Doblò-Pkw angelehnt. Sein Äußeres kommt moderner und massiver daher. Die Italiener sind weggegangen vom Image des "Kastenwagens", den der Vorgänger aus dem Jahre 2001 hatte.
Auf einer neuen Plattform entwickelte Fiat den neuen Doblo. Nur drei Prozent der Teile wurden vom alten Modell übernommen. Der Laderaum wurde größer, rechtwinkliger. Das Be- und Entladen erleichtern die großen seitlichen Schiebe- sowie die Hecktüren. Bis zu 4,2 m3 an Ladevolumen erreicht der mittelgroße Transporter mit langem Radstand. Der zwischen dem Fiorino und Scudo angesiedelte Doblò kommt mit zwei Radständen, zwei Höhen und sieben verschiedenen Karrosserievarianten auf den deutschen Markt.
Hoch gezogener Kühlergrill
Auch das Design erscheint freundlicher und sportlicher. Auffällig ist die Frontpartie, die mit ihrem breiten und nach oben gezogenen Kühlergrill an einen Audi oder Alfa Romeo erinnert. Das rote Fiatlogo ordnet den Doblò Cargo aber eindeutig zu. Auffallend sind auch die neuen großen Scheinwerfer, die zur markanten Erscheinung der Front beitragen.
Auf den praktischen Gebrauch ist der Heckbereich ausgelegt. In zwei Ausführungen sind die Hecktüren – asymmetrisch aus Blech- oder verglaste Flügel bzw. Klappe – im Angebot. Besonderen Wert legten die Entwickler auf den Griff. Durch seine Form und leichte Betätigung kann er mit Arbeitshandschuhen sowie mit nur einem Finger geöffnet werden.
Der neue Doblò Cargo ist nicht nur länger, breiter und höher geworden. Die sogenannte Bi-link-Einzelradaufhängung an der Hinterachse soll Komfort und Handling sowie Ladekapazität steigern. So sollen Nutzlasten bis zu 1 t möglich sein. Ebenfalls neu sind die Motoren. Vier verschiedene stehen dem Käufer zur Verfügung: ein Benzin- sowie drei Dieselaggregate, die zumeist die Euro-5-Norm erfüllen. Hinzu kommt laut Hersteller noch eine Natural-Power-Version. Die neu entwickelten MultijetII-Motoren funktionieren allesamt mit Start-Stopp-Funktion – während des Be- oder Entladens oder an der Ampel geht der Motor automatisch aus und springt erst beim Treten der Kupplung wieder an. Außerdem konnte Fiat die Wartungsintervalle von 20.000 km auf 35.000 km verlängern.
Viele Ablagefächer
Alles in allem ist den Italienern ein guter Relaunch ihres beliebten mittelgroßen Transporters gelungen. Sowohl außen, bei der Motorisierung als auch bei der Innenausstattung bleiben keine Wünsche offen. Als Extra lässt sich der Doblò Cargo als mobiles Büro mit zahlreichen Ablagefächern und Schreibtisch umfunktionieren, auch ein hochwertiges Navigationssystem im Paket "Blue&Me" steht für einen Extrapreis von 700 Euro zur Verfügung. Ab 27. Februar ist der neue Doblò Cargo auf dem deutschen Markt und kostet ab 12.700 Euro.