100 Jahre Audi Markenzeichen: Vier Ringe

Am 16. Juli 1909 gründete August Horch im sächsischen Zwickau eine zunächst nach ihm benannte Automobilwerke GmbH. Wegen juristischer Schwierigkeiten mit früheren Geschäftspartnern durfte er seinen Familiennamen aber nicht mehr als Markennamen verwenden. Er übersetzte Horch ins Lateinische und nannte die Firma schließlich Audi.

Der Alpensieger nahm zwischen den Jahren 1912 und 1914 erfolgreich an Bergrennen in Österreich teil und erhielt deswegen seinen Namen. Foto: Audi

Markenzeichen: Vier Ringe

Der erste Audi verließ im Frühsommer 1910 das Werk. 1932, während der Weltwirtschaftskrise, schlossen sich die Firmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG mit Sitz in Chemnitz zusammen. Das ist auch der Ursprung der vier Ringe, die die Audis noch heute auf dem Kühlergrill tragen. Während des Zweiten Weltkriegs war die Auto Union einer der bedeutendsten Fahrzeuglieferanten für die Wehrmacht und Staatsbehörden. Ende Oktober 1945 erfolgte die Enteignung durch die Sowjetische Militäradministration. Später wurde an diesem Standort der DDR-Alltagswagen Trabant produziert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen viele Audianer aus dem sowjetisch besetzten Sachsen nach Bayern. Das Unternehmen siedelte sich nach der offiziellen Neugründung 1949 in Ingolstadt an, weil es hier noch unzerstörte Hallen gab, wie Audi-Sprecher Jürgen De Graeve erläutert. In einer ehemaligen Heeresbäckerei wurde zunächst ein Ersatzteillager eingerichtet, bevor dann später die Autoproduktion erneut begann – unter dem Markennamen DKW. "Unsere Firmengeschichte ist sehr stark durch die deutsche Geschichte beeinflusst", betont der Unternehmenssprecher.

1958 übernahm Daimler-Benz das Unternehmen, bevor ab 1964 Volkswagen die Mehrheit der Auto-Union-Firmenanteile aufkaufte und seinen Einfluss bis Ende 1966 auf 100 Prozent ausbaute. 1969 wurde NSU mit der Auto Union verschmolzen. Erst ab 1985 hieß das Unternehmen dann wieder nur Audi, wobei seit 2000 auch die spanische Marke Seat und der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini zu den Ingolstädtern gehören.

ddp