Auto-Klimaanlagen verbrauchen Energie und verursachen prinzipiell auch Kohlendioxid. In manchen Fällen jedoch macht die kühlende Luft nicht nur das Fahren angenehmer und sicherer, sondern spart sogar Kraftstoff und schont die Umwelt.
Tipps für den spritschonenden Einsatz der Klimaanlage
"Der richtige Umgang mit der Klimaanlage beginnt schon vor der Fahrt", mahnt Frank Volk vom TÜV Süd in München. So sollte der Wagen vor dem Start kräftig durchlüftet werden, vor allem, wenn er in der Sonne stand. Geht die Reise endlich los, werden leicht geöffnete Fenster und höchste Stufe bei der Gebläse-Leistung empfohlen. Danach die Fenster schließen, auf Umluft stellen und nach wenigen Minuten auf Frischluft-Zufuhr zurückschalten.
Die Klimaanlage ist nicht nur bei Hitze nützlich. Bei feuchtem Wetter verhindert oder entfernt sie den Beschlag von den Scheiben, denn kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als warme. Der kurze Einsatz der Klimaanlage zum Defrosten kostet nach Erkenntnissen des TÜV Süd weniger Energie als langer Betrieb der Heckscheibenheizung oder des Gebläses. Beide sind große Stromfresser. Und Strom kostet auch im Auto Geld.
Bei kurzen Fahrten lohnt sich der Einsatz der Innenraum-Kühlung nicht. Auf ein paar hundert Metern schafft keine Klimaanlage die Hitze aus dem Auto. Bei schwülem Wetter kann sich unter dem Auto eine Lache bilden. "Das ist kein Defekt", sagt Volk. Es handele sich um Kondenswasser, das die Klimaanlage ausspült. Etwas Feuchte könne aber beim Abstellen in der Anlage zurückbleiben. Sie äußere sich dann als Beschlag kurz nach dem Start oder dem Abstellen der Kühlung.
Jede Aircondition verliert mit der Zeit Kältemittel, selbst bei regelmäßigem Betrieb. Alle ein bis zwei Jahre ist ein Check mit Auffüllen nötig. Diese Wartung spart Kraftstoff, denn nur mit ausreichender Füllung arbeitet die Anlage mit optimalem Wirkungsgrad.
ddp