Der Skoda Fabia Combi bietet mehr Laderaum und Kopffreiheit – für umweltfreundliche Fahrer gibt es das Sondermodell Greenline. Von Uli Steudel

Neue Generation gewinnt an Höhe
Wenn Autohersteller ihre Modelle erneuern, dann bringen sie fast immer etwas Größeres auf den Markt. So hat etwa der Kleinwagen VW Lupo inzwischen die Länge eines Golf II erreicht und die Grenzen zwischen den Fahrzeugklassen verschwimmen zunehmend. Bei der VW-Tochter Skoda setzt man ebenfalls auf Wachstum, allerdings hat der neue Fabia Combi nur 7 mm an Länge gewonnen. Er ist vor allem höher geworden.
Gleich 46 mm legt die zweite Generation gegenüber ihrem Vorgänger an Höhe zu. Das schafft mehr Kopffreiheit für die Passagiere und erhöht das Ladevolumen bei aufrechten Rücksitzlehnen um 54 l auf 480 l bei einer Ladelänge von 959 mm. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen erhöht sich das Ladevolumen auf 1.460 l, ein Plus von 235 l.
Trotzdem legt Skoda wert darauf, dass es sich nicht um ein sprödes Nutzfahrzeug handelt. Auch wenn beim etwas bullig wirkenden Design die Meinungen auseinandergehen, so bietet der Fabia Combi doch viele nützliche Details, die beim Kunden für Zufriedenheit sorgen sollen. Dank des hohen Dachs passen zum Beispiel zwei Fahrräder (bei ausgebautem Vorderrad und umgeklappten Rücksitzlehnen) in den Gepäckraum. Zusatzausstattungen wie Sitzheizung, Kurvenlicht oder automatische Reifendruckkontrolle sollen zusätzliche Kaufanreize bieten.
Erste Fahreindrücke
Die Motorenpalette ist identisch mit dem Schrägheckmodell, das bereits ein Jahr früher eingeführt und in nur acht Monaten 58.000-mal verkauft wurde. Die DHZ -Redaktion konnte erste Fahreindrücke in einem Fabia Combi mit einem 105 PS starken Ottomotor und Sechs-Stufen-Tiptronic gewinnen. Überzeugt hat dabei vor allem das sehr gut abgestimmte Fahrwerk. Unebenheiten meistert der Kombi zum Wohle der Insassen ebenso bravourös wie forsche Kurvenfahrten.
Der Motor zeigte allerdings einige Anlaufschwierigkeiten. Galten früher Benzinmotoren wesentlich spritziger als Diesel, so scheint dieser Grundsatz längst überholt. Bis der Combi auf der Autobahn so richtig ins Rollen kommt, muss man sich doch etwas gedulden. Wer einem Automatikgetriebe nichts abgewinnen kann, muss beim Skoda Fabia Combi übrigens auf den sechsten Gang verzichten.
Der Skoda Fabia Combi ist seit Dezember in Deutschland zu haben. Die Preise bewegen sich je nach Ausstattung zwischen 10.740 und 19.640 Euro.
Seit März gibt es noch eine besonders umweltfreundliche Variante namens Greenline. Der 1.4-TDI-Motor des Ökoautos verbraucht nur 4,7 l Diesel/ 100 km und emittiert nur 110 g CO2/km. Den Skoda Fabia Greenline gibt es ab 17.340 Euro, für den Combi sind 600 Euro Aufpreis zu zahlen.