Angebote genau prüfen

Angebote genau prüfen

Die Flut an Werbeslogans vermittelt den Eindruck, Autokäufer könnten dieser Tage das Geschäft ihres Lebens machen. Bei aller Euphorie gilt gerade wegen der verlockenden Beteuerungen: ruhig Blut. Erstens ließe sich auf dem freien Markt für einige Fahrzeuge mehr als 2.500 Euro erzielen. Zweitens sollten auch noch so sensationell scheinende Angebote überprüft werden: Wie viel hat das Auto vor der Prämie gekostet, wie viel Rabatt gab es damals? Experten wie Helmut Blümer, Pressesprecher vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe vermuten, die Prämie drücke die Rabatte. Seit ihrer Einführung hätten sich die Nachlässe halbiert. Von bis zu 30 Prozent in 2008 seien die Nachlässe nun – mit Ausnahme der Premiumanbieter – in den einstelligen Bereich zwischen sechs und acht Prozent gesunken. Automobilforscher Ferdinand Dudenhöffer sieht eine Verschiebung von kleineren zu mittleren und größeren Fahrzeugen: Bei Kleinwagen unter 10.000 Euro gingen die Rabatte zurück. Um neutrale Angebote zu erhalten, könnte es also sinnvoll sein, die Prämie erst gar nicht anzusprechen. So sinkt die Gefahr, dass Anbieter die 2.500 Euro einkalkulieren, um sie scheinbar großzügig abzuziehen. Nach wie vor hat niemand etwas zu verschenken, schon gar nicht die von der Krise gebeutelte Automobilbranche. Bei aller Vernunft sollten sich Kaufwillige nicht zu viele Bremshügel bauen. Zwar läuft die Aktion bis zum 31.12.2009, sie endet aber, sobald der Topf, aus dem die Umweltprämie ausgeschüttet wird, leer ist, also die Fördermittel, die auf 600.000 Fälle ausgelegt sind, verbraucht wurden. Schon nähern sich die bei der BAFA eingegangenen Anträge den ersten 100.000.