Apple stellt neue Geräte vor Neues iPhone 6s reagiert auf Druck

Schneller und sensibel: Das nun vorgestellte iPhone 6s wartet mit einigen technischen Neuerungen auf. Doch für die größte Überraschung sorgte eine andere Ankündigung des Konzerns.

Das neue iPhone 6s reagiert auf Druck. - © Foto: Apple

Aufgefrischt und veränderte Bedienung: Appel hat die neuen iPhone-Modelle vorgestellt. Ihre Displays erkennen erstmals auch die Stärke des Drucks und erlauben so neue Funktionen.

Mit dem "3D Touch" erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Die Funktion können App-Entwickler in ihre Anwendungen integrieren, unter anderem in Spielen bietet das neue Möglichkeiten.

Neue Technik

Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle. Die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt zwölf Megapixel und kann auch Videos in besonders hoher Ultra-HD-Qualität aufnehmen. Die Preise für das iPhone 6S fangen in Deutschland auf dem bisherigen Niveau bei 739 Euro an.

Optisch hat sich bei den neuen iPhone Modellen nichts geändert. - © Foto: Apple

Die Planke für die neuen iPhone-Modelle hängt hoch: Vor einem Jahr sorgten die beiden 6er-Geräte mit erstmals deutlich größeren Bildschirmen im Weihnachtsgeschäft für einen Absatzsprung von 46 Prozent auf rund 74,5 Millionen Geräte.

iPad Pro mit klappbare Tatstatur

Das neue iPad Pro hat einen deutlich größeren Bildschirm mit einer Diagonale von 12,9 Zoll (knapp 32,8 cm). Dazu gibt es eine klappbare Tastatur und einen Eingabestift.

Mit dem 2010 eingeführten iPad hatte Apple die totgeglaubte Gerätekategorie der Tablet-Computer zu neuem Leben erweckt. Zuletzt schwächten sich die Verkäufe jedoch ab, unter anderem weil Nutzern häufig ein großes Smartphone ausreicht. Das iPad sei "der klarste Ausdruck unserer Vision für die Zukunft des Computers", sagte Konzernchef Tim Cook bei der Vorstellung in San Francisco.

Apple TV angekündigt

Die potenziell größte Tragweite hatten jedoch etwas anderes: Apple will die Zukunft des Fernsehens mitbestimmen. Der iPhone-Konzern kündigte einen App Store für seine Fernseh-Box Apple TV an. "Unsere Vision für das Fernsehen ist einfach und vielleicht etwas provokant. Wir glauben, die Zukunft des TV liegt in Apps", sagte der Konzernchef.

Die Transformation des TV-Geschäfts durch Apps finde bereits statt, betonte Cook. Als ein Beispiel nannte er Streaming-Dienste wie Netflix. Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen. Über sie will Apple Spiele und Online-Shopping auf die Fernseher bringen.

Neue Software für Apple Watch

Apple ist bei weitem nicht das erste Unternehmen, das Fernsehen und Internet verknüpfen will. Der Großteil der Fernsehgeräte wird heute als "Smart-TV" mit Internet-Zugang verkauft. Ihre Bedienung im Online-Bereich wurde jedoch häufig als zu unbequem und die Chips als zu langsam kritisiert. Zugleich sind unter anderem Amazon und Google mit eigenen TV-Boxen auf dem Markt, die ebenfalls Apps wie Spiele auf den Fernseher bringen. Das neue Apple TV ist mit einem Preis ab 149 Dollar in den USA teurer als Konkurrenzgeräte. Preise für Deutschland sollen erst zum Marktstart Ende Oktober folgen.

Außerdem stellte Apple neue Software für seine Computer-Uhr vor. In die Apple Watch wird künftig auch Facebooks Kurzmitteilungsdienst Messenger integriert - das heißt, die Nachrichten können direkt von dem Gerät beantwortet werden. Bisher ging das mit Apples hauseigenem SMS-Ersatz iMessage. dpa/dhz