Jeden Handwerker kann es treffen: plötzlich ist die Software kaputt oder Firmendaten werden ausspioniert. Damit dies nicht passiert, müssen Betriebe ihre Daten sichern und schützen. Zehn Tipps im Überblick.
Handwerker verfügen über jede Menge Kunden- und Lieferantendaten. Wer diese einfach ungeschützt auf seiner Festplatte speichert, riskiert, dass Schadprogramme darauf zugreifen und die Daten ausspioniert oder beschädigt werden. Auch vor beschädigter Hard- oder Software müssen die Daten geschützt werden. Der eBusiness-Lotse Magdeburg hat zehn Tipps in einem Flyer zusammengestellt.
1. Datenbestand strukturieren: Gesichert werden sollten alle Daten, die man selbst erstellt hat, oder die durch Geschäftsbeziehungen entstanden sind. Die Dokumente sollten in wenigen Ordnern und übersichtlich auf dem PC strukturiert werden.
2. Sicherungsintervall festlegen: Eine Person im Betrieb sollte für die Datensicherung verantwortlich sein. Der eBusiness-Lotse empfiehlt die Daten täglich zu sichern. Falls dies nicht möglich ist, sollte ein Tag in der Woche festgelegt werden.
3. Sicherung automatisieren: Da eine manuelle Sicherung lückenhaft sein kann, ist ein professionelles Programm für die Datensicherung zu empfehlen. Für kleine und mittlere Betriebe genügen schon die vom Betriebssystem bereit gestellten Programme zur Datensicherung.
4. Das richtige Medium auswählen: CDs oder DVDs sind für eine Datensicherung nicht zu empfehlen. Aber auch andere Datenträger wie USB-Sticks haben nur eine begrenzte Haltbarkeit und sollten regelmäßig überprüft und rechtzeitig ausgetauscht werden.
5. Angebote von Online-Diensten prüfen: Einige Anbieter ermöglichen auch eine Online-Datensicherung. Wer sich dafür entscheidet, sollte zuerst einen Experten befragen.
6. Den Aufbewahrungsort richtig wählen: Die Speichermedien sollten möglichst in einem Safe aufbewahrt werden, der wasser- und feuerfest ist. Eine Sicherheitskopie sollte zudem an einem anderen sicheren Ort, z.B. zu Hause gelagert werden.
7. Sicherungsprotokolle einsehen: Da sich die IT-Infrastruktur im Betrieb immer wieder ändert, sollte regelmäßig überprüft werden, ob die automatisierte Datensicherung auch funktioniert. Informationen darüber bietet das Protokoll, das vom Sicherungsprogramm erstellt wird.
8. Wiederherstellung von Daten prüfen und üben: Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, sollte ab und zu geprüft werden, ob sich die Daten auch zurücksichern lassen. Auch die Mitarbeiter sollten geschult werden.
9. Konzept der Datensicherung regelmäßig fortschreiben: Bei Neuanschaffungen in der IT-Infrastruktur sollte geschaut werden, ob die Datensicherung angepasst werden muss.
10. Speichermedium nach einer Sicherung vom IT-System trennen: Die Daten sollten nicht auf eine andere interne Festplatte kopiert, sondern auf einem externen Speichermedium gesichert werden. Nach der Sicherung sollte der USB-Stick oder die externe Festplatte vom Computer getrennt werden. dhz
