Die Stiftung Warentest hat 17 Schutzprogramme gegen Viren auf dem Computer getestet, zehn davon wurden als gut eingestuft. Auch kostenlose Programme werden im Vergleich mit Bezahl-Software oft nicht schlechter bewertet.
Alle Sicherheits-Programme wurden von der Stiftung Warentest mit dem Betriebssystem Windows 7 getestet. Die Pakete sind aber auch mit dem neueren Windows 8 kompatibel. Zu beachten ist, dass sich die Schutzmechanismen der jeweiligen Windows-Variante durch Systemupdates verändern und die Funktionswiese der Software beeinflussen.
Die besten kostenpflichtigen Programme:
- Als sehr sicher eingestuft hat die Stiftung Warentest das Programm G Data InternetSecurity 2014 . Es bietet mit und ohne Internetverbindung insgesamt den besten Schutz, belastet den Rechner jedoch spürbar, so die Meinung der Experten
- Die Avira Internet Security Suite ist das Paket, das sich am besten handhaben lässt, so die Stiftung Warentest. Es führt den Nutzer sehr gut durch das Programm. Jedoch ist die Reaktionszeit auf neue Schädlinge sehr langsam.
- Das Programm Eset Smart Security 7 belastet den Computer im laufenden Betrieb am wenigsten und zeigt keine großen Schwächen.
- Die Kaspersky Internet Security 2014 überwacht sehr genau die Aktivitäten verdächtiger Dateien. Leichte Schwächen gibt es bei diesem Programm bei der Netzwerkkontrolle.
Die besten kostenlosen Programme
Das beste kostenlose Programm ist Avira Free Antivirus . Es hat als einziges Programm Bestnoten in der Handhabung und bietet guten Schutz. Es belastet den Rechner jedoch relativ stark und ändert bei der Installation ungefragt die Suchmaschine im Internet-Browser Firefox. Im Vergleich schneidet das kostenpflichtige Avira-Programm in der Rechnerbelastung und im Schutz etwas besser ab.
Auch das kostenlose Avast! Free Antivirus bekommt gute Noten in den Kategorien Handhabung und Rechnerbelastung. In Sachen Schutz arbeitet es nur durchschnittlich.
Aktuelle Gefahr: Cryptolocker
Die Methoden von Cyberkriminellen werden immer ausgeklügelter. Aktuell lauert die Gefahr von Cryptolockern: Sie verschlüsseln den Inhalt einer Festplatte, an den das Opfer selbst über Umwege nicht mehr herankommt. Die Erpresser lassen den Betroffenen oft nur wenige Tage Zeit, um ein Lösegeld für ihren Computer zu bezahlen. Weigert er sich, zerstören die Angreifer den Zugangsschlüssel.
Bedrohung lauert auch offline
Nicht nur im Internet, auch offline kann Schadsoftware auf den Computer gelangen. Fast alle Programme erkennen Schadsoftware gut, wenn der Rechner online ist. Wenn aber der Rechner nicht mehr im Netz ist, erkennt nur noch das G Data-Programm Schädlinge genauso zuverlässig. Denn die meisten Programme lagern die Signaturlisten, mit deren Hilfe sie die Viren finden, im Netz. Ein gutes Schutzprogramm müsse jedoch auch ohne Verbindung zum Internet sicher sein, so die Stiftung Warentest.
Falls ein Rechner trotz Schutzprogramm befallen ist, kann mit einer Rettungssoftware versucht werden, den Schädling zu löschen. Diese kann bei vielen Anbietern von Internetsicherheitssoftware kostenlos heruntergeladen werden. meh
