Datenspeicherung im Internet Elf Tipps zum Cloud Computing

Man muss nicht mehr alle Daten auf dem eigenen Rechner speichern. Im Internet gibt es unbegrenzten Speicherplatz. Doch welche Gefahren lauern dabei? Elf Tipps, wie Sie Ihre Daten sicher in einer Cloud bewegen.

Wenn man sensible Daten in einer Cloud speichert, sollte man sie gründlich vor Missbrauch schützen. - © Foto: Vladislav Kochelaevs/Fotolia

Eine Cloud ist eine Online-Dienst, mit dem Sie Daten im Internet speichern können. Auf diese können Sie jederzeit zurückgreifen. Cloud-Dienste sind beispielsweise Web-Mail - Anbieter , wo Sie auf dem Server des Anbieters ein Postfach bekommen oder Online-Speicher wie Dropbox.

Beim Cloud Computing greifen Sie nicht mehr auf die Rechenleistung Ihres eigenen PCs zurück, sondern nutzen die Leistung eines Cloud- Anbieters . Da dieser mit dem Internet verbunden ist, sind Ihre Daten immer abrufbar. Viele Cloud- Anbieter bieten auch Textverarbeitungs-Anwendungen an. Der Cloud- Anbieter kümmert sich darum, dass genügend Rechenleistung und Speicherplatz vorhanden sind. Durch die Nutzung eines Cloud-Dienstes ersparen Sie sich oftmals den Kauf von Hard- und Software. Der Anbieter ist für die Sicherheit der in der Cloud gespeicherten Daten verantwortlich, macht Softwareupdates oder aktualisiert den Virenschutz.

Doch im Cloud Computing lauern auch Risiken. Das Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt Tipps zum Cloud Computing, die die Sicherheit Ihrer Daten im Internet erhöhen sollen:

1. Basisschutz gegen Schadsoftware installieren

Installieren Sie einen Basisschutz gegen Schadsoftware auf Ihrem Zugangsgerät. Denn wenn Ihr Endgerät nicht geschützt ist, nützt Ihnen der beste Schutz der Cloud- Anbieter nichts.

2. Keine ungesicherten Hotspots nutzen

Gehen Sie nicht über ungesicherte WLAN-Hotspots ins Internet. Hier können Angreifer Zugangsdaten abfangen.

3. Zugangsdaten nicht weitergeben

Geben Sie Ihre Zugangsdaten nicht weiter. Sobald jemand Ihre Daten kennt, kann er ungehindert Ihre Daten missbrauchen.

4. Sicheres Passwort einrichten

Richten Sie ein sicheres Passwort ein. Denn eine einfache Kombination aus Benutzername und Passwort schützt nicht optimal. Beispielsweise wird bei der Zwei-Faktor-Authentisierung zusätzlich zum Benutzernamen und Passwort ein einmalig gültiger, temporärer Zugangscode generiert, um ­den­ rechtmäßigen­ Nutzer ­zweifelsfrei­ zu­ authentisieren.

5. Daten verschlüsseln

Verschlüsseln Sie Ihre Daten selbst. Werden Daten unverschlüsselt übertragen, sind diese für Dritte einsehbar, die sich unbefugt einklinken. Dazu ist es notwendig, dass auf jedem Gerät, mit dem Sie auf Inhalte zugreifen möchten, die Verschlüsselungssoftware und Ihr privater Schlüssel vorhanden ist. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Übertragung über eine sichere Verbindung wie https erfolgt.  

6. Zugangsdaten nicht auf App speichern

Speichern Sie nicht Ihre Zugangsdaten in der App des Cloud- Anbieters. Gerät Ihr Smartphone in falsche Hände, genügt ein Aufruf, um auf die Daten zuzugreifen.

7. Datenschutzbedingungen überprüfen

Überprüfen Sie die Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen Ihres Cloud- Anbieters genau. Möglicherweise räumen Sie ihm Zugriffsrechte ein.

8. Über Haftungsfragen informieren

Informieren Sie sich über Haftungsfragen im Falle eines Datenverlustes, einer Anbieterinsolvenz oder bei einem Eigentümerwechsel. Auch falls Sie den Anbieter wechseln wollen, müssen Sie wissen, ob eine problemlose Datenübertragung möglich ist.

9. Verkauft Anbieter Ihre Daten an Dritte?

Informieren Sie sich in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, ob der Anbieter Daten zu kommerziellen Zwecken an Dritte verkauft.

10. Wie löschen Sie Ihre Daten endgültig?

Prüfen Sie, wie aufwendig es ist, Ihre Daten bei einem Cloud- Anbieter endgültig zu löschen. Es ist oft schwierig, gespeicherte Daten in einer Cloud komplett zu löschen, da die Anbieter zur Sicherheit oft mehrere Kopien der Dateien in verschiedenen Rechenzentren speichern.

11. Standort des Cloud- Anbieters herausfinden

Finden Sie den Standort Ihres Cloud- Anbieters heraus. Denn für Sie muss nachvollziehbar sein, an welchem Ort der Welt Ihre Daten gespeichert werden und welche rechtlichen Bestimmungen dort gelten. BSI/meh