Facebook-Chef Mark Zuckerberg oder WhatsApp-Gründer Jan Koum. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellen die Schwergewichte der Mobile-Branche neue Technik und Geschäftsmodelle vor. Mit Spannung erwartet wird vor allem das Samsung Galaxy S5.
Steffen Guthardt

Barcelona ist vom 24. bis 27. Februar das Zentrum der Mobile-Branche. Ein Höhepunkt wird beim Mobile World Congress der Auftritt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg kurz nach der milliardenschweren Übernahme des Messaging-Dienstes WhatsApp sein. Neben hochrangigen Vorträgen erwarten die Messeteilnehmer viele technische Neuheiten, von denen einige in den nächsten Monaten zum Teil in Deutschland erhältlich sein werden.
Samsung Galaxy S5 vor Premiere
Zu den meist erwarteten Smartphones zählt das Samsung Galaxy S5, das voraussichtlich schon am ersten Messeabend präsentiert werden wird. Eine der möglichen Neuerungen könnte ein Unibody-Gehäuse aus Metall sein, in dem die Technik des S5 verbaut wird. Das bislang verwendete Polycarbonat war immer einer der wenigen Kritikpunkte am hochgelobten Smartphone von Samsung und ein Manko gegenüber dem Apple iPhone oder dem HTC One. Technisch wird das S5 wohl leicht verbesserte Leistungswerte zum S4 aufbieten. Gerüchten zufolge soll das Display mit 5,2 Zoll etwas größer ausfallen und damit dem Trend zu immer größeren Smartphones nachkommen. Auch bei der Auflösung des Displays, der Rechenleistung, und dem Akku wird Samsung wohl noch einmal aufsatteln. Die Kamera soll Fotos mit bis zu 16 Megapixeln knipsen. Ein Fingerabdrucksensor wie beim iPhone 5s und dem HTC One Max wird ebenfalls erwartet.
Zudem zeigt Samsung neue Smartwatches. Die Gear 2 und Gear 2 Neo kommen unter anderem mit integriertem Pulsmesser und bieten Fernsteuerungsmöglichkeiten für den Fernseher.
Am Stand von LG wird es wahrscheinlich das LG G Pro 2 zu sehen geben. Das großzügige Smartphone ist unter anderem mit einem 5,9 Zoll Bildschirm und einer Kamera mit 13 Megapixeln ausgestattet. Zudem wird LG das kompakte G2 Mini präsentieren. Ob Samsung, HTC oder Sony – inzwischen wird fast jedes Top-Modell auch immer in einer kleineren und technisch leicht abgespeckten Variante auf den Markt gebracht, die dafür auch deutlich günstiger ist. Das LG G2 Mini bietet einen Bildschirm mit 4,7 Zoll, einen Vierkern-Prozessor und eine Kamera mit acht Megapixeln. Auch der schnelle Funkstandard LTE wird unterstützt.
Nokia zeigt Android-Modell
Nokia wird in Barcelona voraussichtlich sein erstes Smartphone mit Android-Betriebssystem zeigen. Das Gerät das unter den Namen "Normandy" oder "Nokia X" genannt wird, soll ein äußerst günstiges Einsteiger-Smartphone sein, das weniger als 100 Euro kosten wird. Wann es in Deutschland erscheint, steht noch nicht fest. Nokia könnte mit dem Billig-Model vor allem in hart umkämpften Schwellenmärkten Boden gut machen. Nokia wird aber auch weiterhin vor allem Windows-Smartphones herausbringen. Auch in Barcelona wird ein neues Gerät erwartet.
Der chinesische Anbieter Huawei will seine erste Smartwatch präsentieren. Sie könnte damit Samsungs Galaxy Gear und der Pebble Smartwatch Konkurrenz machen. Zudem wird das neue Flaggschiff X1 vorgeführt. Es kommt mit einem riesigen 7 Zoll Bildschirm und schicken Metall-Gehäuse.
ZTE will mit seinem superschlanken Grand Memo 2 mit 6-Zoll-Display bei den Messebesuchern punkten. Und Sony könnte den Nachfolger seines Top-Modells Xperia Z1 enthüllen. Das Z2 soll unter anderem Videos in 4K aufnehmen, also mit viermal so vielen Pixeln wie bei Full HD.
Zahnbürste mit Bluetooth 4.0
Im Ausstellungsbereich "Connected City" zeigen die Hersteller, dass intelligente Vernetzung längst über Smartphones und Tablet-PCs hinausgeht. So stellt Oral-B erstmals eine interaktive Zahnbürste mit Bluetooth 4.0-Schnittstelle vor. In Verbindung mit einer App werden während dem Zähneputzen Pflegeanleitungen in Echtzeit ausgegeben. Putzvorgänge lassen sich in statistischen Diagrammen speichern, die dem Zahnarzt Aufschluss über das Putzverhalten seines Patienten geben.
Eine Bildergalerie mit Impressionen vom Mobile World Congress finden Sie hier.
