Sie werden täglich genutzt und müssen vor allem im beruflichen Alltag oft viel aushalten – Handys und Smartphones. Wer lange etwas von dem Gerät haben will, sollte es jedoch regelmäßig reinigen. Der erste naheliegende Griff zum Glasreiniger kann aber fatal sein. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Ihr Mobiltelefon reinigen ohne es zu beschädigen.

Ob jung oder alt, Frau oder Mann. Nach einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom vernachlässigen viele Deutsche die Pflege ihrer Mobiltelefone.
Nur gut jeder vierte Handybesitzer reinigt die Oberfläche seines Mobilfunkgerätes intensiv. Knapp die Hälfte säubert es nur gelegentlich und flüchtig, etwa durch Abwischen an der Kleidung. Jeder Achte reinigt sein Mobilfunkgerät nie.
Keimschleuder Handy
„Handys, insbesondere Smartphones, sollten regelmäßig gereinigt und gepflegt werden“, sagt Bitkom-Experte Bernd Klusmann. „Das ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Handys können Keime übertragen, und gerade jetzt in der Erkältungszeit ist eine regelmäßige Reinigung von Displays und Tastaturen sinnvoll.“
Touchscreens seien zwar sehr robust, sonst würden sie der tagtäglichen direkten Beanspruchung nicht standhalten. Doch bereits mit den ersten Berührungen verliert der Touchscreen seine Sauberkeit. Der Bitkom gibt Tipps zur Reinigung und Pflege von Handys, speziell Smartphones:
Keine scharfen Reinigungsmittel
Auch wenn es naheliegend erscheint, Handys mit einem Glasreiniger zu säubern: Scharfe Reinigungsmittel sind nicht geeignet, die Oberfläche eines Touchscreens zu reinigen. Alkohole, Spülmittel und Seifenlaugen können langfristig die fettabweisende Oberfläche der Geräte beschädigen und so ihre Bedienbarkeit beeinträchtigen. Elektronische Geräte sollten grundsätzlich nicht mit Wasser in Berührung kommen.
Brillenputztücher für Touchscreen
Desinfektion schützt vor Keimen und Pilzen
Alkohol desinfiziert und eignet sich generell für den Kampf gegen Keime. Doch er greift die fettabweisende Oberfläche der Mobiltelefone an und sollte möglichst selten verwendet werden. Besser geeignet sind spezielle Hygienesprays mit einer keimabtötenden, antibakteriellen Wirkung. Sprays zum Desinfizieren gibt es ab rund 2 Euro, beispielsweise in Drogerien, im Fachhandel oder in Apotheken.
Touchscreen trocken reinigen
Für die alltägliche Pflege des Telefons eignen sich ebenfalls Reinigungstücher für Monitore und andere elektronische Geräte. Zur Not lassen sich auch Brillenputztücher aus Mikrofaser verwenden. Mikrofaser nimmt selbst in trockenem Zustand Fettschmutz auf. Bei der Trockenreinigung sollte man allerdings darauf achten, dass sich keine groben Partikel auf dem Touchscreen befinden: Sie können beim Reiben Kratzer hinterlassen.
Displayschutzfolien schützen vor Kratzern
Wer seinen Touchscreen neuwertig halten möchte, sollte nach dem Kauf eine professionelle Displayschutzfolie aufziehen. Sie ist kaum zu erkennen, haftet ohne Kleber und schützt das Handy ähnlich wie die Einschlagfolie ein Buch. Die Folie verhindert das Verkratzen der Oberfläche und reduziert die Ablagerungsmöglichkeit von Keimen. dhz