Studie Das Internet wird zum Bildungsmedium

Das Internet wird in den nächsten Jahren als Bildungsmedium für private und berufliche Zwecke massiv an Bedeutung gewinnen. Das geht aus einer neuen Studie des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor.

Bereits heute nutzen 58 Prozent der Bundesbürger regelmäßig Online-Lexika oder Wikis, wie Untersuchungen des europäischen Statistikamtes Eurostat zeigen. Im EU-Vergleich liegt Norwegen mit 70 Prozent an der Spitze, vor Luxemburg mit 67 Prozent und Finnland mit 63 Prozent. Es folgen Großbritannien und Deutschland mit je 58 Prozent. Zudem informieren sich 36 Prozent der Deutschen im Internet über Ausbildungs-, Weiterbildungs- oder sonstigen Kursangebote. "Das Internet dient quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen als wichtiges Medium zur Verbesserung des persönlichen Wissens", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Das Internet entwickle sich hin zum Bildungsmedium, das Lehrende und Lernende aktiv unterstützt.

Gemeinsames Lernen

Dabei geht der Trend zu einer Mischung aus Präsenzlernen und Online-Lernen. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Menschen nicht allein, sondern auch am Computer zusammen mit anderen lernen wollen", so Kempf. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg internetgestützten Lernens sei der Austausch mit Lehrkräften und Mitlernenden. Ein Beispiel im universitären Bereich sind die neuen Online-Kurse des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts. Innerhalb weniger Wochen nach dem Start meldeten sich weltweit mehr als 5.000 Interessenten an, um eine Vorlesung von SAP-Gründer Hasso Plattner zu hören. Geradezu legendär sind inzwischen die Angebote des deutschstämmigen Stanford-Professors Sebastian Thrun, dessen Kurse zu Künstlicher Intelligenz von mehr als 200.000 Menschen belegt wurden. sg/Bitkom