Fernseher, Smartphones, Notebooks. Auf der Elektronikmesse IFA steht auch in diesem Jahr wieder die klassische Unterhaltungstechnik im Mittelpunkt. Doch die über 1.000 Aussteller haben auch einige Neuerungen im Gepäck, die nicht nur unterhaltsam, sondern auch nützlich sein sollen. Die Trends im Überblick.
Steffen Guthardt

Sony zeigt auf der IFA die Set-Top-Box NSZ-GS7 und bringt damit erstmals das Multimediaangebot von Google auf den deutschen Markt. Mit dem Gerät können auch Nutzer mit älteren Fernsehern ohne Internetanschluss online gehen und über den virtuellen Shop Google Play Kinofilme, Serien und Musik kaufen und direkt abspielen. Knapp 200 Euro kostet die Box und ist damit eine ernsthafte Alternative zu Apple TV.
Was für Handwerker
Auf der IFA gibt es das schmutz- und wasserfeste Smartphone Cat B10 zu sehen. Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar hat es gebaut - und der kennt sich mit Schmutz und Wasser schließlich aus (Smartphone siehe Foto oben). Das Handwerker-Handy ist mit einem 3,2-Zoll-Touchscreen und einer 5-Megapixel-Kamera ausgestattet. Als Betriebssystem kommt Android 2.3.5 zum Einsatz.
Brille zum Filmen
Hyundai zeigt mit der Daylight eine Sonnenbrille mit integrierter Videokamera. Damit sollen überall von unterwegs aus Videoaufnahmen in HD-Qualität möglich sein. Neben Videos lassen sich auch Fotos mit fünf Megapixel knipsen. Die Sonnenbrille hat einen internen Speicher von vier Gigabyte und lässt sich per USB-Anschluss mit dem Computer verbinden. Rund 100 Euro soll die Daylight kosten.
3D ohne Brille
Fernsehen in 3D konnte sich bisher noch nicht richtig durchsetzen, was wohl vor allem an den Brillen liegt, die der Nutzer für den Effekt aufsetzen muss. Toshiba zeigt mit seinem neuen Fernseher 55ZL2G wie die dreidimensionale Darstellung auch ohne Brille möglich ist. Ein nicht sichtbares Linsenraster auf dem Bildschirm ist der Trick. Doch der Spaß hat seinen Preis. Für rund 8.000 Euro soll das Gerät im Handel erhältlich sein.

Tablet oder Notebook
Die Vorteile von Tablet-PCs und Notebooks will Asus mit dem Tablet 600 verbinden. Das Gerät läuft mit dem neuen Windows 8 und soll damit Business-Anwender ansprechen, die ein Tablet suchen, das sich auch für den Einsatz im Büro eignet. Der besondere Clou: An den Bildschirm lässt sich eine Tastatur anstecken, sodass im Handumdrehen aus einem Tablet ein vollwertiges Notebook wird. Der Preis steht noch nicht fest.
Automatischer Koch
Auch neue Trends in der Haushaltselektronik sind auf der IFA zu bestaunen. Zum Beispiel AutoSense, ein vollautomatischer Backofen von AEG. Das lästige Einstellen der richtigen Backtemperatur und -zeit soll damit der Vergangenheit angehören. Per Touchscreen kann der Nutzer aus über 1.000 Gerichten das gerade im Backofen befindliche auswählen. Alles Weitere erledigt der AutoSense automatisch mit den im Gerät gespeicherten Werten.
Die IFA in Berlin hat noch bis zum 5. September ihre Tore für Besucher geöffnet. Weitere Informationen unter ifa-berlin.de