Versteckte Zusatzkosten bei Kabelinternet Abgezockt unter dem Deckmantel der Sicherheit

Mehr als jeder zehnte Internetzugang läuft heute über den Kabelanschluss. Doch nach aktuellen Untersuchungen versuchen die Anbieter häufig Sicherheitspakete zu verkaufen, die der Kunde auch kostenlos bekommen könnte. Hier lauern die versteckten Kosten.

Sicherheit im Netz ist wichtig. Doch wer nicht aufpasst, zahlt bei Anschlüssen über den Kabelanschluss doppelt. - © djama/Fotolia

Einige Kabelanbieter setzten bei der Bestellung eines Internetvertrages Sicherheitspakete mit auf die Rechnung, ergab eine Recherche des Verbraucherportals Verivox. Da die Kosten dafür zunächst mit null Euro angegeben sind, fallen sie Verbrauchern häufig nicht auf.

Ein Klick auf die Fußnote enthüllt, dass die Sicherheitspaket in der Regel nach drei Monaten kostenpflichtig werden: Je nach Anbieter zahlen die Kunden zwischen 3,90 Euro und 4,99 Euro monatlich.

Gegen Zusatzkosten abgesichern

Um diese Zusatzkosten zu vermeiden, sollten Kunden sofort nach Vertragsabschluss die Kündigung für das Sicherheitspaket an den Kabelanbieter senden. Meistens beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Monatsende. "Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Am besten fordert man dabei auch gleich eine Bestätigung an, so dass sichergestellt ist, dass keine Zusatzkosten anfallen", rät Christof Zinkgräf, Telekommunikationsexperte bei Verivox.

Für einen umfassenden Schutz gibt es billigere Alternativen. "Die im Sicherheitspaket enthaltene Firewall sowie den Viren-, Spam- und Spywareschutz kann man auch günstiger kaufen oder gar kostenfrei im Netz herunterladen", sagt Zinkgräf. Einen umfassenden Überblick über entsprechende Schutz- und Sicherheitsprogramme finden Internetnutzer beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik . dhz