Online-Banking 28 Millionen Deutsche überweisen online – Sie auch?

Online-Banking wird mehr und mehr akzeptiert. Seit vergangenem Jahr haben sich eine Million Deutsche dazu entschieden auf Online-Banking umzustellen. Gleichzeitig sind die Sicherheitsbedenken weiterhin hoch: Jeder Vierte hat Angst vor den Gefahren beim Geldtransfer im Netz. Dabei können schon die Beachtung einiger Regeln die Risiken einschränken.

Online-Banking wird immer beliebter. So ziehen Sie beim Trend mit. - © Sanjay Deva/Fotolia

In Norwegen wickeln schon 85 Prozent der Bevölkerung ihre Bankgeschäfte über das Internet ab. Auch in Island, den Niederlanden und Finnland verweigert sich lediglich jeder Fünfte dem Trend. In Deutschland sinkt die Furcht vor den Risiken dagegen langsamer.

In der jährlichen Befragung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ist die Anzahl der Personen mit Bedenken gegen Online-Banking um vier Prozent gesunken. "Mit steigenden Sicherheitsstandards wächst nach und nach auch das Vertrauen in sensible Internet-Anwendungen", sagte BITKOM-Präsident Dieter Kempf.

So minimieren Sie Risiken beim Online-Banking

Dabei kann der Benutzer selbst einiges für die Sicherheit beim Online-Banking tun. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt hier Tipps. Am wichtigsten ist, dass Sie diese Punkte beachten:

  • Schützen Sie Ihre Zugangsdaten für das Online-Banking vor den Zugriffen anderer, insbesondere ihre TAN-Liste. Vor allem sollten Sie ihre Bankdaten nicht auf dem Rechner, im Handy oder auf dem Smartphone speichern.
  • Geben Sie ihre Bankdaten oder TAN nicht im Internet, zum Beispiel in Online-Netzwerken weiter.
  • Vergessen Sie nicht Ihr Kennwort regelmäßig zu ändern.
  • Reagieren Sie nicht auf unseriöse Mails. Ihre Bank wird nie nach vertraulichen Daten per E-Mail fragen.
  • Werfen Sie beim Überweisen im Internet einen Blick auf die Browser-Adresse: Nur eine Verbindung, die mit https:// beginnt, ist sicher.
  • Auch Ihr eigener Internetanschluss ist relevant für die Sicherheit. Wenn Sie WLAN verwenden, verschlüsseln Sie ihr Netzwerk. In Internetcafés sollten Sie möglichst keine Bankgeschäfte abwickeln.
  • Legen Sie mit ihrer Bank ein Limit für die täglichen Geldbewegungen fest, um den Schaden bei Verlust der Daten zu begrenzen.
  • Überprüfen Sie die Bewegungen auf Ihrem Konto doppelt – online und auf Papierauszügen.
  • Von Zeit zu Zeit versuchen Betrüger die Webseiten von Banken zu imitieren, um an die Daten deren Kunden zu gelangen. Schauen Sie genau hin, wenn Sie die Internetseite Ihrer Bank aufrufen, ob sich etwas verändert hat. Prüfen Sie insbesondere das Zertifikat zur Verifizierung der Webseite. Speichern Sie sich den Link nicht, sondern geben Sie ihn immer manuell über die Tastatur ein. Wenn Sie beim Einloggen direkt nach der TAN gefragt werden, ist das ein sicheres Zeichen für Betrug.

Um den Trend zum Online-Banking als Unternehmen aufzugreifen, können Sie auch selbst Papier sparen und eine elektronische Rechnungsstellung anbieten. Hier hat die BITKOM zusammengestellt, was bei dieser Art der Abrechnung zu beachten ist. cg