Studie zur Informationsspeicherung Betriebe sichern Daten regelmäßig, aber oft unzureichend

Datensicherung ist in vielen Betrieben in Deutschland inzwischen ein fester Bestandteil des Geschäftsalltags. Doch gerade in kleineren und mittleren Unternehmen sind die dabei angewendeten Sicherheitsstandards in einigen Fällen unzureichend und sensible Daten können nach wie vor in die Hände Unbefugter gelangen.

In jedem fünften befragten Unternehmen werden Backup-Datenträger nicht sicher gelagert. Zum Beispiel sind die Serverräume nicht brandschutzgesichert oder Türen lassen sich leicht ohne Zutrittskontrollen öffnen, wie aus der Befragung des Verbundprojekts des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr hervorgeht.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass zwar zu 98 Prozent Backup-Datenträger und Sicherungskopien erstellt werden, die Datenwiederherstellung jedoch bei jedem zehnten der befragten Unternehmen noch nie getestet wurde. Weniger als die Hälfte der Unternehmen geben an, eine vollständige Wiederherstellung der Daten zumindest einmal überprüft zu haben.

Daten bei Systemausfall verloren

Die Folgen einer mangelnden Prüfung können gravierend sein. Bei einem Systemausfall sind die Daten im schlimmsten Fall vollständig verloren. Immerhin in jedem fünften Unternehmen sind bereits einmal Daten unwiederbringlich abhanden gekommen. Während der Anteil bei Unternehmen, die Ihre Daten angemessen gesichert haben, bei 18 Prozent liegt, mussten bei Unternehmen mit nicht angemessen gesicherten Daten jedes vierte (25 Prozent) einen endgültigen Verlust ihrer Daten in Kauf nehmen.

Andreas Duscha, Bereichsleiter des E-Commerce-Center Handel in Köln, resümiert: "Die Ergebnisse zeigen, dass eine regelmäßige Sicherung der vorhandenen Daten und eine angemessene Verwahrung der Datenträger erheblich dazu beitragen kann, einem Datenverlust im Falle eines Systemausfalls vorzubeugen."