Die Nutzung des Internets ist im Alltag vieler Betriebe inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. Bei der Hälfte aller Unternehmen in Deutschland ist das Internet sogar fast unverzichtbar, weil viele Geschäftsbereiche komplett online abgewickelt werden.
18 Prozent der deutschen Unternehmen sind stark oder bereits vollständig vom Internet abhängig ("Digitale Vorreiter"). Bei weiteren 32 Prozent besteht eine mittlere Abhängigkeit ("Digitale Mitte"). Die andere Hälfte teile sich auf in 32 Prozent ("Digitale Nachzügler"), die schwach oder sehr schwach vom Internet abhängig sind und 18 Prozent, die das Internet bisher nicht nutzen ("Offliner").
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Hightech-Verbands Bitkom, für die die Geschäftsmodelle von rund 2.500 Firmen in der Bundesrepublik untersucht wurden. Bei ihrer Analyse haben die IW-Forscher die Internetabhängigkeit der Geschäftsmodelle von Unternehmen anhand von neun Kriterien untersucht: Die Firmen gaben an, wie stark das Internet unter anderem die Beschaffung, ihre Einnahmen oder die Kundenansprache beeinflusst und wie stark das eigentliche Hauptprodukt davon abhängt.
Wer online ist, ist innovativer
Ein weitere Feststellung der Untersuchung: Digitale Vorreiter sind meistens auch innovativer als andere Unternehmen. In dieser Gruppe entwickelten 60 Prozent eigenständig Produkte, bei den Nachzüglern dagegen nur die Hälfte. Zudem erzielten die Internetvorreiter 32 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten, hingegen sind es bei den Betrieben, die kaum oder gar nicht online sind nur 18 Prozent. Und: Der Akademiker-Anteil liege bei den Vorreitern bei 39 Prozent, bei den Nachzüglern nur bei 24 Prozent.
Insgesamt repräsentieren die internetabhängigen Unternehmen (Digitale Vorreiter und Digitale Mitte) jeweils 46 Prozent des in Deutschland erwirtschafteten Umsatzes und der Beschäftigten, teilte der Bitkom mit. dhz