Bundesagentur für Arbeit plädiert für Inklusion und Gleichberechtigung Bundesweite Aktion: "Woche der Menschen mit Behinderung"

Mit der bundesweiten "Woche der Menschen mit Behinderung" betont die Bundesagentur für Arbeit ihren Einsatz für die gleichberechtigte Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsmarkt. Arbeitgeber sollen motiviert werden, gut qualifizierte Menschen mit Behinderung einzustellen. Damit unterstützt die Bundesagentur den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Die Bundesagentur für Arbeit will mit der "Woche der Menschen mit Behinderung" eine Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt erreichen. - © Firma V/Fotolia.com

Die Bundesagentur für Arbeit will mit der bundesweiten Aktionswoche vom 28. November bis 2. Dezember das Thema Inklusion stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken. Denn Menschen mit Behinderung haben es laut Detlef Scheele, Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, im Vergleich zu Menschen ohne Behinderung oftmals schwerer, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Menschen mit Behinderung können zur Fachkräftesicherung beitragen

Dabei sind Menschen mit Behinderung nach Scheele nicht grundsätzlich weniger leistungsfähig. "Vielmehr sind sie – richtig eingesetzt – sehr motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Chance nutzen", sagt er. Gut qualifizierte Arbeitsuchende mit Behinderung seien in allen Berufsgruppen, auch in Engpassberufen, zu finden. Sie können damit zur Fachkräftesicherung im Unternehmen beitragen. Arbeitsagenturen und Jobcentern helfen den Unternehmen bei der Inklusion

Wie hat sich die Zahl der Schwerbehinderten im Arbeitsmarkt entwickelt?

Im Jahr 2014 stieg die Zahl der schwerbehinderten Beschäftigten (einschließlich gleichgestellter Personen) gegenüber dem Vorjahr um 27.400 oder 2,8 Prozent auf nunmehr 1.014.100. Damit hat sich die positive Entwicklung auch im längerfristigen Vergleich fortgesetzt , wobei der Anstieg auch demografische Gründe hat. Die Beschäftigungsquote lag 2014 bei 4,7 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das gesetzliche Ziel – auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen – wurde damit noch nicht erfüllt. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für das Anzeigejahr 2015 mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung.

In den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 konnten 52.800 schwerbehinderte Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind fast so viele wie im Vorjahreszeitraum. Im Oktober 2016 waren bundesweit 164.200 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Prägend für die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist dabei nach wie vor der hohe Anteil Älterer.

Informationen für Unternehmen

Sollten Arbeitgeber Interesse an den Informations- und Beratungsangeboten der BA haben, können sie sich an Ihren persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder an die Servicerufnummer für Arbeitgeber 0800 4 5555 20 (Der Anruf ist gebührenfrei).