Berufsgenossenschaften Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung gesunken

Sinkende Unfallzahlen und eine höhere Beschäftigung haben 2014 für einen geringeren durchschnittlichen Beitragssatz der Unternehmen bei den Berufsgenossenschaften gesorgt.

Gefahr auf dem Dach: Dachdecker müssen besonders vorsichtig sein, um Unfälle zu vermeiden. - © Foto: Gina Sanders/Fotolia

Im vergangenen Jahr ist der durchschnittliche Beitragssatz zu den Berufsgenossenschaften um mehr als zwei Prozent auf 1,22 Prozent gesunken.  Dies sei ein Allzeit-Tief, teilte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit. Noch nie hätten Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einen so geringen Anteil der Lohnsumme für die Versicherung ihrer Beschäftigten gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten bezahlt. "Stabile Beiträge sind die Dividende für die Erfolge im Arbeitsschutz und in der Rehabilitation", sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer.

Zahl der Arbeitsunfälle weiter gesunken

Insgesamt ist das Unfallrisiko am Arbeitsplatz im vergangenen Jahr noch einmal um ein Prozent auf rund 22,3 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1000 Vollarbeiter gesunken. Auch absolut ist  die Zahl der Arbeitsunfälle 2014 nach Angaben der DGUV um 0,54 Prozent auf  869.817 Unfälle zurückgegangen. So hat die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle mit 1,044 Millionen um rund 1, 5 Prozent unter denen des Vorjahres gelegen. 

Annähernd unverändert blieb allerdings die Zahl der Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit. Sie lag bei 71.865 (Vorjahr: 71.579). In rund 36.750 der Fälle – einem Plus von 1,5 Prozent – habe sich der Verdacht auch bestätigt.

Unter dem Strich bezahlten die Arbeitgeber 2014 nicht zuletzt wegen der höheren Beschäftigung und gestiegener Löhne Beiträge in Höhe von 10,7 (Vorjahr: 10,5) Milliarden Euro. Die öffentliche Hand musste rund 1,4 Milliarden Euro für die Versicherung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sowie für die Schüler-Unfallversicherung aufbringen. bir