Die Deutschen essen mehr Gemüse, trotzdem sind viele von ihnen weiter zu dick. Gleichzeitig ist der Fleischkonsum weiter zu hoch. Eine ungesunde Ernährung kann sich aber auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Dabei können Kleinigkeiten schon helfen, die Gesundheit der Mitarbeiter im Handwerksbetrieb zu erhalten.
Immer mehr Menschen achten darauf, was sie essen. Jedoch ist der Fleischkonsum weiter zu hoch und viele sind zu dick. Das zeigt der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), den Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag entgegennahm.
So seien im vergangenen Jahr pro Kopf etwa 25 Kilogramm Gemüse wie Tomaten, Kohl, Rüben, Gurken und Hülsenfrüchte gegessen worden. Beim Obst griffen die Menschen dagegen seltener zu. Um die Verbraucher vor irreführender Werbung auf Lebensmitteln zu schützen, gilt seit Freitag eine neue EU-Richtlinie.
Neue EU-Richtlinie in Kraft
Zwischen den Jahren 2000 und 2011 sei der Konsum von Gemüse jährlich pro Kopf um durchschnittlich 1,1 Kilogramm gestiegen. Trotz dieser bewussteren Ernährung seien viele Menschen übergewichtig: Etwa 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen in Deutschland sind zu dick.
Weiter geht aus dem Ernährungsbericht hervor, den die DGE alle vier Jahre im Auftrag der Bundesregierung schreibt, dass jeder Mann im Durchschnitt pro Woche etwa ein Kilogramm Fleisch und Wurst isst, empfohlen werden 300 bis 600 Gramm. "Wir essen nach wie vor viel zu viel Fleisch", sagte Helmut Heseker, DGE-Präsident. Beim Obst sei es andersherum: Es würden weniger Früchte gegessen.
Um die Verbraucher vor irreführender Gesundheitswerbung auf Lebensmitteln zu schützen, ist seit Freitag eine EU-Richtlinie in Kraft. So darf unter anderem nicht mehr behauptet werden, dass Joghurt die Immunabwehr stärke.
Andere Aussagen wiederum genehmigte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Dazu gehört beispielsweise, dass Vitamin C gegen Müdigkeit wirkt und das Immunsystem stärkt. Verbraucherschützer kritisierten die Regelungen bereits als zu lasch.
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dpa/dhz
