Sie sind zwischen 40 und 60 Jahre alt und führen seit mehr als drei Jahren die gleiche Aufgabe in einem Unternehmen aus – Arbeiter mit diesen Merkmalen haben am häufigsten tödliche Arbeitsunfälle. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untersuchte die Risikofaktoren für Todesfälle bei der Arbeit und fand heraus: Die Routiniers machen die folgenschwersten Fehler.

Junge, unerfahrene Mitarbeiter sind nicht gefährdeter als ihre erfahrenen Kollegen. Mitarbeiter, die länger als drei Jahre die gleiche Tätigkeit ausführen, haben 80 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle .
Die folgenschweren Verletzungen entstehen dabei meistens am Kopf durch S töße oder Herunterfallen von Gegenständen. Besonders oft waren Bagger, Kräne und Gabelstapler an tödlichen Arbeitsunfällen beteiligt.
Gut bedienbare Geräte sind sicherer
Das größte Risiko für Arbeitnehmer geht dabei von der benutzerunfreundlichen Bedienbarkeit von Arbeitsgeräten aus. Im Arbeitsalltag benutzen längst nicht alle Mitarbeiter die Maschinen immer nur so, wie es vorgeschrieben ist. Dabei gilt: Je besser ein Gerät konstruiert ist, desto intuitiver die Bedienung. Im Zweifelsfall sorgt ein gutes Design dafür, dass Mitarbeiter gar nicht erst auf die Idee kommen, eine Maschine aus sicherheitstechnischer Sicht falsch zu bedienen.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht davon aus, dass etwa jeder sechste tödliche Arbeitsunfall, an dem ein technisches Produkt beteiligt war, hätte vermieden werden können. Ingenieure sollten deshalb nicht nur den bestimmungsgemäßen sondern auch den vorhersehbaren Gebrauch des Produktes schon bei der Konstruktion berücksichtigen. Die ISO 12100 soll eben diese hohe Qualität der Konstruktion sicherstellen. cg