Gesundheit und Aufstiegschancen Studie: Wie wir durch die Position unserer Eltern beeinflusst werden

Macht man es seinen Eltern gleich und übt auch eine hohe Positionen im Beruf aus, so fühlt man sich höchstwahrscheinlich gesund. Gut liegen die Chancen dafür vor allem bei westdeutschen Männern.

Personen, für die es im Beruf aufwärts geht, fühlen sich zu 55 Prozent gesund. - © ACP prod - stock.adobe.com

Für die Studie wurden zwischen 1992 und 2012 fast 20.000 Lebensläufe ausgewertet. Die Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben dafür Daten von erwerbstätigen Deutschen im Alter zwischen 25 und 59 Jahren gesammelt.

Demnach ist die Wahrscheinlichkeit für westdeutsche Männer höher, höhere Positionen zu bekleiden, als für Ostdeutsche. Bei Frauen ließen sich keine großen Unterschiede feststellen. Im Gegenteil zu Männern haben sie es allerdings schwerer in hoher Position zu arbeiten. Frauen haben öfter mit einem drohenden Abstieg zu kämpfen. Allerdings – und das gilt für den Westen und den Osten, sowie für Männer und Frauen – steigen in Deutschland mehr Menschen beruflich auf als ab .

Kindern von karrierebewussten Eltern geht es gut

Ein Faktor, der die eigenen Aufstiegschancen beeinflusst, ist die Position der Eltern. Haben diese bereits hohe Positionen inne, ist es für den Nachwuchs wahrscheinlicher auch Karriere zu machen. Die Forscher des Instituts für Medizinische Soziologie sehen einen Zusammenhang zwischen beruflicher Position und Gesundheit. So fühlen sich untersuchte Personen die, wie ihre Eltern Karriere gemacht haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund.

Am ungesundesten fühlen sich Personen in niedrigen Positionen, deren Eltern auch in niedrigen Positionen gearbeitet haben.

Erwerbslose Männer fühlen sich ungesund

Mehr als zwei Drittel der Männer in niedrigen Positionen, haben Eltern in ähnlichen Situationen. Bei Frauen sind es nur rund die Hälfte. Arbeitslose fühlen sich nur zu 36,1 Prozent gesund. Das sind 30 Prozentpunkte weniger als Arbeitnehmer in dauerhaft hohen Stellungen. Am schlechtesten schätzen erwerbslose Männer ihre Gesundheit ein. Die Forscher begründen das, mit den traditionellen Rollenbildern. Männern fällt es schwerer nicht der Hauptversorger der Familien zu sein. dhz