Die deutsche Mannschaft fiebert dem Start der EuroSkills vom 2. bis 4. Okotober entgegen. Hubert Romer, der Geschäftsführer von WorldSkills Germany, erzählt im DHZ-Interview, mit welchen Erwartungen das Team nach Lille fährt und warum es sich für junge Berufstätigen lohnt, sich mit den Besten in Europa zu messen.
DHZ: In Spa bei der letzten EuroSkills 2012 holte die deutsche Mannschaft sechs Goldmedaillen. Was erwarten Sie von den EuroSkills 2014?
Romer: Dieses Ergebnis wollen wir in jedem Fall wieder erzielen und gerne übertreffen. Was für uns aber genauso wichtig ist, ist das Teamergebnis im Ganzen. Also die gesamte Punktzahl, die das deutsche Team erreicht. Denn nach Lille gekommen zu sein, bedeutet, dass die deutschen Teilnehmer mit zu den Besten in Europa gehören und das ist schon ein großer Gewinn für uns alle.
DHZ: Wo sehen Sie die deutsche Mannschaft im europäischen Vergleich?
Romer: Die deutsche Qualität der Ausbildung wird weltweit gelobt. Wir haben im europäischen Vergleich gemeinsam mit den Ländern Schweiz und Österreich und allen anderen, die die duale Ausbildung betreiben eine Spitzenstellung. Jedoch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Andere Länder entwickeln ihre Bildungskonzepte kontinuierlich weiter. Doch hier sind ja die verantwortlichen Institutionen in Deutschland ebenfalls auf einem guten Weg.
DHZ: Warum ist es wichtig, dass sich junge Menschen diesem europäischen Vergleich stellen?
Romer: Diese Form der Wettbewerbe sind eine einzigartige Werbung für die deutsche duale Ausbildung national und international. Sie verdeutlichen auf eine besondere Art und Weise die Attraktivität der dualen Berufe. Die Teilnehmer und Sieger sind Vorbilder für unzählige junge Menschen auch in Deutschland und damit auch Botschafter ihrer eigenen Berufe. Jeder Teilnehmer selbst erlebt durch die Wettbewerbe einen enormen Schub in den eigenen Fähigkeiten und in der Persönlichkeitsentwicklung. Niemand kommt aus den EuroSkills-Wettbewerben so heraus, wie er gestartet ist. Dazu gehört auch der internationale Kontakt mit den anderen Wettkämpfern. Sie lernen alle unglaublich viel voneinander.
DHZ: Was wünschen Sie der deutschen Mannschaft für die Tage in Lille?
Romer: Dass sie das in den vergangenen Monaten Erlernte zum richtigen Zeitpunkt abrufen können. Zahlreiche Trainingsstunden und Anstrengungen liegen hinter ihnen. Dafür sollen sie auch belohnt werden und dafür wünsche ich ihnen viel Power, Durchhaltevermögen und Freude beim Wettkampf.
Weitere Informationen zur EuroSkills 2014 unter worldskillsgermany.de . dan
