Stress, Lärm, langes Stehen – für viele Handwerker ist das Alltag. Mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis will das Bundesarbeitsministerium daher kluge Ideen rund um das Thema Gesundheitsschutz fördern. Betriebe können sich jetzt bewerben.
Lärm in der Werkstatt, schweres Heben im Lager – die körperlichen Strapazen im Beruf können viele verschiedene Formen haben. Genauso unterschiedlich gehen Betriebe an das Thema Arbeitsschutz heran. Besonders innovative Konzepte zeichnet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales alle zwei Jahre mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis aus. Die Bewerbungsphase für 2015 hat gerade begonnen.
Gesucht werden außergewöhnliche Projekte oder Erfindungen zum Arbeitsschutz. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben und ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Betriebe aller Größen, sowie Einzelpersonen.
Bewerbungsschluss: 15. Januar
So gewann zuletzt der Handwerksbetrieb Hörluchs Gehörschutzsysteme in der Kategorie „Kleine und mittelständische Betriebe im Bereich Produktlösungen“. Das Team rund um Hörgeräteakustiker Thomas Meyer hatte ein Hörschutzsystem für schwerhörige Mitarbeiter entwickelt, die an einem Lärmarbeitsplatz tätig sind. Das Gerät dämmt den Arbeitslärm und ist gleichzeitig durchlässig für Stimmen und Warnsignale – eine Innovation für den Arbeitsschutz, die hörgeschädigten Menschen neue Arbeitsplatzperspektiven eröffnet, befand die Jury im vergangenen Jahr.
Bis zum 15. Januar 2015 können sich Unternehmen für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2015 bewerben. Eine unabhängige Expertenjury aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft bewertet in den darauffolgenden Monaten die eingereichten Beiträge und nominiert bis zu zwölf Betriebe und Einrichtungen. Die vier Gewinner werden am 27. Oktober 2015 auf der A+A, der Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, bekannt gegeben. dhz
