Auswertung der KfW Existenzgründung: Anteil der Gründer mit ausländischen Wurzeln gestiegen

Bei den Existenzgründungen ist 2013 der Anteil der Gründer mit Migrationshintergrund gestiegen. Eine Nation steht besonders im Vordergrund. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite.

Der Anteil an Existenzgründern mit ausländische Wurzeln ist 2013 gestiegen. Die Abbruchrate ist allerdings auch leicht angestiegen. - © Foto: Gina Sanders

Laut der KfW-Mittelstandsbank ist der Anteil der Firmengründer mit ausländischen Wurzeln 2013 wieder leicht gestiegen. Laut einer aktuellen Auswertung der Förderbank wurden in 21 Prozent der Fälle neue Unternehmen von Migranten ins Leben gerufen. Ein Jahr zuvor waren es 19 Prozent. Insgesamt haben 868.000 Menschen im vergangenen Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Das sind 93.000 Personen mehr als im Jahr 2012.

Türken am stärksten vertreten

Am stärksten vertreten unter den Jungunternehmern mit ausländischen Wurzeln sind nach KfW-Angaben im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 Türken. Sie machen 21 Prozent aus. Relativ hohe Anteile entfallen auch auf Gründer mit russischer (10 Prozent), polnischer (7 Prozent) oder italienischer (5 Prozent) Staatsangehörigkeit.

Migranten seien seit Jahren "eine tragende Säule des Gründungsgeschehens in Deutschland", bilanziert die KfW. "Sie gehen dabei ihre Gründungsprojekte offensiver an, beispielsweise indem sie Mitarbeiter beschäftigen, selbst wenn die Gründung eine Entscheidung aufgrund fehlender Erwerbsalternativen war."

Leichte Abbruchrate

Kehrseite sei laut Angaben der KfW  allerdings eine "leicht höhere Abbruchrate": Während bei Gründungen insgesamt nach drei Jahren 30 Prozent der Firmen nicht mehr am Markt sind, sind es bei Migranten 39 Prozent. dhz/dpa