Moderne Unternehmenspraxis gestalten Arbeitsqualität hat viele Facetten

Gute Arbeitsqualität und Wettbewerbsstärke eines Unternehmens hängen stark miteinander zusammen. Mit Fantasie und innovativen Ideen kann man die Arbeit so gestalten, dass alle etwas davon haben. Die Hauptaufgabe von Betrieben besteht darin, die Interessen von Unternehmen und Beschäftigten unter einen Hut zu bringen. Die Lösungsansätze dafür können vielseitig sein.

Arbeitsqualität ist mehr als nur das Tragen von Sicherheitskleidung. Moderne Unternehmenspraxis teilt sich in vier Hauptbereiche auf. - © Foto: XtravaganT/fotolia

Während Arbeitnehmern heutzutage ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt wird, müssen Arbeitgeber faire Arbeitsbedingungen bieten, um die notwendigen Fachkräfte zu halten und im Wettbewerb bestehen zu können.

Darunter ist aber weitaus mehr als klassische Ergonomie und Arbeitsschutz zu verstehen. Zu einer modernen Unternehmenskultur gehört nicht nur der Arbeitsschutz, sondern auch familienfreundliche Arbeitszeiten, Berücksichtigung und Förderung älterer Arbeitnehmer, Sicherheit und vieles andere mehr. Moderne Unternehmenspraxis und Arbeitsqualität haben viele Facetten.

Optimierung der Unternehmenspraxis

Vier Themenbereiche sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmern gleichzeitig helfen, die Arbeitsqualität im Rahmen einer modernen Unternehmenspraxis zu optimieren. Entwickelt wurde sie von der "Initiative Neue Qualität der Arbeit“.

Personalführung: Ein zukunftsfähiges Personalmanagement berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten und geht neue Wege bei der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit. Die Praxis zeigt, dass Beschäftigte besser und effektiver arbeiten, wenn eigene Ideen in die Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen mit eingebracht werden können. Unternehmen können so wachsendem Frust der Angestellten und der "inneren Kündigung“ entgegentreten. Darüber hinaus verbessert sich so das Betriebsklima.

Chancengleichheit und Vielfältigkeit: Die heutige Personalpolitik setzt auf gemischte und vielfältige Teams. Gemischte Altersgruppen, Fähigkeiten und Erfahrungen stehen stellvertretend für Innovation und Erfolg. Flexibles Arbeiten und entsprechende Arbeitszeitmodelle sind ein ganz wichtiges Kriterium für die Arbeitgeberattraktivität. Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Arbeitszeit ermutigen gerade Frauen, berufliche Karrieren anzustreben.

Gesundheit : Körperliche und seelische Gesundheit ist die Voraussetzung für Kreativität, Leistung und Motivation. Im Zuge des demografischen Wandels und längeren Lebensarbeitszeiten wird die Gesundheit der Beschäftigten zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die organisatorischen Strukturen sollten auf Achtsamkeit ausgelegt sein. Die Beschäftigten können so hohe Belastungen aushalten.

Wissen und Kompetenz: Wissen ist nachweislich der Schlüssel zu nachhaltigem Unternehmenserfolg. Vorausschauende Betriebe investieren in die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Belegschaft und sorgen dafür, dass vorhandenes Know-how bestmöglich genutzt wird. Expertenwissen ist in Unternehmen eine wichtige Ressource. Verabschieden sich Mitarbeiter und in den Ruhestand, geht wertvolles Erfahrungswissen häufig verloren.

Dann entstehen qualitative Lücken, die komplette Betriebsbereiche ausbremsen können. Wird dieses Wissen frühzeitig identifiziert, festgehalten und weitergegeben, profitieren auch nachfolgende Arbeitskräfte davon und können den Erfolg des Unternehmens weiterhin sichern. Vom Wissenstransfer profitieren alle Beschäftigte eines Unternehmens. Es entstehen Verständnis für Bedürfnisse und Defizite des jeweiligen Alters sowie im Ergebnis Respekt und partnerschaftliches Zusammenarbeiten. Kürzere und direktere Kommunikationswege und in der Folge raschere Prozesse kommen dem Unternehmenserfolg zu Gute. cle/INQA