Markenzeichen für Handwerksunternehmen Auszeichnung für zehn Betriebe als "generationenfreundlich“

Die ersten zehn Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland sind mit dem Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort" ausgezeichnet worden. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Betriebe das Markenzeichen erwerben. Ganz besonders die Bau- und Ausbaugewerke sind dabei angesprochen.

Zehn Betriebe sind bislang mit dem Titel "Generationenfreundlicher Betrieb" ausgzeichnet worden. - © Foto: THesIMPLIFY/fotolia

"Älteren Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen zuhause zu ermöglichen, ist für das Bundesfamilienministerium ein wichtiges Ziel", betont Staatssekretär Lutz Stroppe. Laut verschiedenen Umfragen wollen die meisten Menschen auch im Alter in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.

Bedeutende Rolle des Handwerks

Mit Blick auf die barrierefreie Umgestaltung von Wohnraum wird dem Handwerk eine bedeutende Rolle zugesprochen. Von einer barrierefreien Gestaltung der Wohnung und des Wohnumfeldes profitieren nicht nur ältere Menschen, sondern auch Familien mit Kindern.

Das Bundesfamilienministerium und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben das Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb – Service + Komfort" im Rahmen der Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" gemeinsam mit engagierten Handwerkskammern, Fachverbänden und Betrieben entwickelt. Zehn Betriebe sind gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und vom ZDH ausgezeichnet worden. Die Unternehmen unterschiedlicher Größe kommen aus ganz Deutschland.

Folgende Betriebe können sich als generationenfreundlich bezeichnen:

  • Baugeschäft Schumann aus Doberlug-Kirchhain
  • Der Hausmeister - Herman Becker GmbH aus Mülheim
  • Die Holzwürmer, Schreinerei Rönnefarth GmbH & Co. KG aus Dernau
  • Fliesen Börner GmbH aus Koblenz
  • Malermeisterin Angelika Schröter aus Königslutter
  • Peter Moos, Elektrotechnik aus Mannheim
  • S-Quadrat Konzepte GmbH aus Oftersheim
  • Tischlerei Wienand GmbH aus Borken
  • Treppenmeister Derstappen GmbH aus Lützow
  • Uwe Walter GmbH aus Dortmund

Know-how ist gefragt

Das Markenzeichen richtet sich an Handwerksbetriebe aller Größen, die generationenfreundliche Produkte und Dienstleistungen entwickeln, anbieten und wirksam vermarkten wollen. Voraussetzung ist, dass sie eine Schulung von 16 Stunden durchlaufen oder den Inhalten der Schulung vergleichbare Qualifikationen nachweisen können.

Seite 2: Handwerksbetriebe, die sich auf Ältere einstellen, werden mit Treue belohnt>>>

Darüber hinaus müssen die Betriebe ein Know-how in vier Bereichen vorweisen Neben grundlegendem Wissen über die Generation "50 Plus" und die regionalen demografischen Entwicklungen müssen Handwerksbetriebe Kenntnisse in Marketing und Kommunikation, in Normen und Rahmenbedingungen sowie in Finanzierungsfragen besitzen.

Handwerksbetriebe, die sich auf die Bedürfnisse auch älterer Verbraucher einstellen, gewinnen nicht nur eine zufriedenere, sondern auch treuere Kundschaft und haben Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Betrieben. Die Verbraucher profitieren von mehr generationengerechten Produkten, Dienstleistungen und Beratungsdienstleistungen, die ihnen Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden bieten.

Weitere Informationen zum neuen Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb - Service + Komfort" und eine Liste der bislang ausgezeichneten Betriebe sind unter generationenfreundlicher-betrieb.de zu finden. cle