Negativtrend setzt sich fort Abschluss von Ausbildungsverträgen rückläufig

Trotz Fachkräftemangel schließen die Unternehmen in Deutschland weniger Ausbildungsverträge ab. Aus dem noch unveröffentlichten Berufsbildungsbericht geht hervor: Nur noch jeder fünfte Betrieb bildet aus.

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Unternehmen ist rückläufig. Gründe dafür sind der demografische Wandel und die mangelnde Ausbildungsbereitschaft. - © Foto: DOC RABE/fotolia

2012 haben die Beriebe in Deutschland 551.272 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Laut "Handelsblatt" geht dies aus dem noch unveröffentlichten Berufsbildungsbericht hervor. Die Zahl der angebotenen Lehrstellen ist dem Bericht zufolge um 2,4 Prozent auf 584.547 gesunken. Zugleich sei die Quote der Unternehmen, die überhaupt noch ausbilden, weiter auf 21,7 Prozent gesunken. Das sei der niedrigste Stand seit 1999.

Vor allem in der Buchbranche ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge stark rückläufig. "Die demografische Entwicklung zeigt auch im Buchhandel Auswirkungen. In vielen Regionen und Städten haben Buchhändler häufig Probleme, ausreichend gut ausgebildete Bewerber zu finden“, so Monika Kolb-Klausch, Bildungsdirektorin im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. "Wie attraktiv unsere Branche ist, wissen viele junge Menschen oftmals gar nicht. Eine gute Möglichkeit, die Außendarstellung der Buchbranche positiv zu unterstützen, ist es, sich aktiv an der bundesweiten Buchmarketing-Kampagne zu beteiligen.“

Der demografische Wandel ist allerdings nicht der einzige Grund für die Rückläufigkeit. Zudem mangele es an der fehlenden Ausbildungsbereitschaft. Für 2013 prognostizierte das Bundesinstitut für Berufsbildung einen weiteren Rückgang um etwa 3 Prozent. Prognosen des Ministeriums zufolge fehlt es 2030 an etwa 1 Million Fachkräften mit beruflicher Ausbildung. dhz/dapd