Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert den neuen Rundfunkbeitrag. Dies führe zu unzumutbaren Belastungen für Betriebe. Ein Kritikpunkt des Handwerks ist, dass alle Fahrzeuge einzeln in dieses neue Abgabesystem mit einbezogen werden.
In ungünstigen Fällen seien die neuen Beiträge von Firmen um das 15fache höher als früher, berichtet das "Handelsblatt“. In dem Bericht kritisiert die Wirtschaft, dass der neue Rundfunkbeitrag vor allem den Mittelstand belaste.
So würden größere Filialbetriebe deutlich schlechtergestellt als gleich große Unternehmen mit nur einem Standort. Auch würden Branchen mit besonders viel Teilzeit ungleich stärker belastet. Autos, Lastwagen und Busse würden zudem systemwidrig weiterhin in die Berechnung des Rundfunkbeitrags einbezogen.
Neuer Rundfunkbeitrag belastet KMU
Auch das Handwerk sieht Änderungsbedarf. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke die Wirkungen des neuen Rundfunkbeitrags auf kleine und mittlere Unternehmen. "Spätestens mit der ersten Beitragsrechnung wird hier wieder sehr viel Unmut erzeugt werden."
ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: "Das neue Finanzierungssystem belastet viele Unternehmen zusätzlich – insbesondere diejenigen, die keine oder nur wenige Rundfunkgeräte nutzen." Für Gewerbebetriebe sei die Neuregelung zudem unnötig kompliziert und werde vielfach auch als ungerecht empfunden.
Das Handwerk halte es daher für einen grundsätzlichen Fehler, dass der Rundfunkbeitrag an einzelnen Betriebsstätten und nicht am Gesamtunternehmen ansetze, und dass auch alle Fahrzeuge separat in die Abgabenpflicht einbezogen werden. Schwannecke: "Dies führt zu oft unzumutbaren Zusatzbelastungen und wird zukünftig zahlreiche Streitfälle schaffen." dapd/dhz
