Sein eigener Chef sein, freie Entscheidungen treffen, Budgets selbst verantworten. Der Weg in die Selbstständigkeit bietet viele Möglichkeiten, aber nicht weniger Fallstricke. Die KfW Bankengruppe hat auch 2010 eine Studie zum Gründungsgeschehen in Deutschland erstellt und aus den Ergebnisse wichtige Handlungshilfen zusammengestellt, die die Existenzgründung erleichtern.
Steffen Guthardt
Männer, Frauen, Arbeitslose, Hochschulabsolventen, Kreative, Handwerker – fast eine Millionen Menschen haben sich 2010 in Deutschland selbständig gemacht. Einige von ihnen schaffen es als eigener Chef den Lebensunterhalt zu bestreiten, andere lernen die Tücken der Selbständigkeit kennen und ihr Traum zerplatzt.
Wer seine Erfolgschancen steigern will, sollte seine Existenzgründung sorgfältig planen. Dabei kann der Leitfaden der KfW Bankengruppe helfen, der Hilfestellungen von der Idee bis zur Realisierung des Projekts gibt.
Wohl und Wehe der Selbständigkeit beginnen bei der Existenz-Idee. Auch gute Organisationsfähigkeit und ein ansehnliches Budget können aus einem schlechten Einfall nie ein funktionierendes Geschäft werden lassen. Auch wenn der Geistesblitz ausbleibt, können einfache Fragestellungen schon helfen, eine vielversprechende Geschäftsidee zu entwickeln. Decken Sie zum Beispiel Marktnischen in Ihrer Region auf oder beobachten Sie neue Trends im Ausland, die hierzulande noch nicht verbreitet sind. Wer hohes Risiko scheut, sollte vielleicht ein Franchise-Modell oder eine Unternehmensübernahme in Erwägung ziehen.
Doch sind Sie überhaupt der Typ für die Selbständigkeit? Eine ehrliche Selbstreflektion über den eigenen Charakter und die vorhandenen Fähigkeiten ist für die Existenzgründung essentiell. Fragen Sie sich, was Sie am besten können, aber auch, ob Sie den Anstrengungen einer Existenzgründung körperlich und mental gewachsen sind.
Businessplan unverzichtbar
Sollten Sie sich Ihrer Sache sicher sein, muss ein seriöser Businessplan erstellt werden. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihrem Bankberater glaubhaft machen können, dass die Finanzierung der Idee eine gute Investition ist. Haben Sie immer im Hinterkopf, dass ihre Existenz auch scheitern könnte und Sie einen Plan B in der Tasche haben sollten.
Wer die Idee und das Kapital zusammenhat, muss im nächsten Schritt die entsprechenden Genehmigungen für die Projektumsetzung einholen. Wer sich im bürokratischen Dschungel überfordert fühlt, sollte am besten einen externen Berater ins Boot holen.
Wenn auch die letzten Anträge genehmigt sind, kann Ihr Projekt endlich in die Tat umgesetzt werden. Gerade in den ersten Monaten werden Sie Durchhaltevermögen besitzen müssen, bis sich Ihr Geschäft etabliert hat. Die gute Nachricht: Zwei von drei Existenzgründungen sind auch nach drei Jahren noch auf dem Markt.
Weitere Infos zur Existenzgründung finden Sie unter kfw.de