Umstellung auf Winterzeit 13 Tipps zur Zeitumstellung 2017: Ohne Beschwerden in die Winterzeit

Am 29. Oktober ist es wieder soweit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 3 Uhr um eine Stunde zurück gestellt. Ein paar Tipps zur Zeitumstellung 2017, damit die Gesundheit nicht darunter leidet.

Die Zeitumstellung 2017 von Sommerzeit auf Winterzeit beschert uns eine Stunde mehr Schlaf: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. - © weseetheworld/Fotolia.com

Während sich einige über die zusätzliche Stunde Schlaf freuen, kämpfen andere mit körperlichen und psychischen Beschwerden. Mehr als jeder Fünfte gab bei einer repräsentativen DAK-Umfrage aus dem Jahr 2017 an, schon einmal gesundheitliche Probleme aufgrund der Umstellung auf Winterzeit bzw. der Umstellung auf Sommerzeit gehabt zu haben. Vor allem Frauen leiden unter dem Wechsel. Bei ihnen liegt die Zahl der Betroffenen fast doppelt so hoch (28 Prozent) wie bei Männern (16 Prozent).

Die Studie der DAK fand außerdem heraus, dass die Zeitumstellung vor allem Menschen mittleren Alters zu schaffen macht. Während Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren selten über Probleme durch den Mini-Jetlag klagen (15 Prozent), setzt die Zeitumstellung den 45- bis 59-Jährigen besonders zu (29 Prozent). "Die meisten Menschen in diesem Alter haben einen Job und Kinder. Ihr Tagesablauf ist dadurch weniger flexibel als bei den Jüngeren und Älteren, deshalb fällt ihnen die Umstellung schwerer", sagt die DAK-Ärztin Elisabeth Thomas.

Zu den typischen Beschwerden, die durch die Zeitumstellung hervorgerufen werden können, zählen Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen und bei schlimmeren Fällen Herz-Kreislauf-Probleme und Verdauungsstörungen. Etwa 70 Prozent der betroffenen Männer und fast 80 Prozent der betroffenen Frauen fühlen sich nach der Zeitumstellung müde und schlapp. Etwa 60 Prozent leiden unter Einschlafproblemen und mehr als ein Drittel kann sich schlechter konzentrieren. Zwölf Prozent gaben sogar an, depressive Verstimmungen zu haben. Jeder fünfte Berufstätige ist deswegen schon einmal nicht pünktlich zur Arbeit gekommen.

Durch die Zeitumstellung kann der Arbeitsalltag für einige Tage erheblich beeinträchtigt werden. Es gibt jedoch Methoden, die die Anpassung an den neuen Schlafrhythmus erleichtern können.

Winterzeit: Gesundheits-Tipps zur Zeitumstellung 2017

Allerdings können die Umstellungsreaktionen mit ein paar einfachen Regeln gemildert werden. Der Schlafexperte Günter W. Amann-Jenson hat folgende Tipps zur Zeitumstellung 2017 zusammengestellt:

  • Wichtigster Grundsatz: keine übertriebenen Befürchtungen um den Schlaf! Der Schlaf reguliert sich selbst, wenn die elementaren Voraussetzungen stimmen.
  • Regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus beachten.
  • Ganzheitliche Schlafunterlage, angenehme Umgebung: kühles Schlafraumklima, Licht- und Schalldämpfung, keine sichtbaren Stressfaktoren oder Uhren, Elektrosmog am Schlafplatz vermeiden .
  • Kunstlicht mit hohem Blaulichtanteil (Laptop, PC, TV) speziell am Abend vermeiden oder Spezialbrille benutzen. Auch Energiesparlampen haben einen hohen Blaulichtanteil.
  • Sport macht müde: Wer vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen körperlich aktiv war, schläft besser. Auch Sex wirkt eindeutig schlaffördernd .
  • Den Abend entspannt verbringen.
  • "Den Tag abschalten" vor dem Zubettgehen - Entspannungstechniken wie z.B. die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder das autogene Training können bei Einschlafproblemen eine wirksame Hilfe sein.
  • Am Sonntagabend etwas später als gewohnt zu Bett gehen.
  • In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung abends leichte Mahlzeiten und höchstens wenig Alkohol zu sich nehmen. Auf Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen verzichten.
  • Wer eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Essenszeiten schrittweise anpassen .
  • Am Montag lieber eine halbe Stunde früher aufstehen als üblich und die Zeit für das richtige Erwachen nutzen: Frische Luft tanken, einen kleinen Spaziergang machen, Wasser trinken. Erst danach ein leichtes Frühstück.
  • Wenn das frühere Einschlafen Mühe bereitet, nicht sofort zu Schlafmitteln greifen. Lieber zuerst Kräuter wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume oder Melisse in Form von Tees oder Dragees ausprobieren.
  • Auf einen Mittagsschlaf während der Umstellungszeit verzichten. Besser bei Müdigkeit eine Erholungspause einlegen. So lässt sich die innere Uhr wieder einpendeln und der Nachtschlaf wird besser.
  • Schlaffreundliche Tage (Bewegung, Wasser, Atmung, Entspannung etc.) kreieren.

Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, kann sich auch auf www.dak.de/schlaf informieren. Hier gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch.

Fünf Fragen zur Zeitumstellung 2017

1. Zeitumstellung: Wie lange gibt es sie schon?

In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt.

2. Warum wird die Zeit umgestellt?

Die Zeitumstellung wurde eingeführt, um das Tageslicht besser nutzen zu können und so Energie zu sparen. Experten sind sich jedoch uneinig, ob dies auch tatsächlich der Fall ist. Einige Studien bestreiten den Nutzen der Sommerzeit zur Energieersparnis, manche kommen sogar zu dem Ergebnis, dass durch die Sommerzeit mehr Energie verbraucht wird.

3. Zeitumstellung auf Winterzeit: An welchem Tag wird umgestellt?

Die Sommerzeit dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Somit findet die Zeitumstellung immer am Wochenende statt. Mit der Winterzeit gilt wieder die eigentliche Normalzeit. Die Zeitumstellung 2017 findet am 29. Oktober statt.

4. Winterzeit: Uhr vor oder zurück stellen?

Bei der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit Ende Oktober wird die Uhr von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Dadurch können wir eine Stunde länger schlafen. Der Oktober gilt mit seinen 31 Tagen und der Zusatzstunde durch die Zeitumstellung als längster Monat des Jahres.

5. Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Betrachtet man die Zahl der gesundheitlichen Beschwerden, verwundert es nicht, dass fast jeder dritte Befragte der DAK-Studie für eine Abschaffung der Zeitumstellung plädiert. Jeder Zweite hält es sogar für realistisch, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird. Dennoch ist aktuell keine Änderung in Sicht.

fre/sg