Marktfaktor Energieeffizienz

Strategisches Bauen: Rahmenbedingungen für Gewerbebauten unterliegen starkem Wandel

Wie durch bewusstes Bauen Gebäude attraktiver werden, beweist der Steinbergkeller in Eltville. Das Haus zeigt, wie Architektur emotionalisiert, wie Marken erlebbar und Vertrauen in Produktqualität geschaffen werden kann.Foto: Regnauer Fertigbau

Marktfaktor Energieeffizienz

Strategisch für die Zukunft bauen - wie das funktionieren kann, sollte eine Tagung des Fertigbauunternehmes Regnauer in Eltville am Rhein verdeutlichen. Im Mittelpunkt des Symposiums standen zukünftige Entwicklungen für Wirtschaftsbauten. Nach Überzeugung von Regnauer, Marktführer bei der Realisierung von Gewerbebauten aus Holz, bieten vorausschauend geplante Gebäude die Chance, Geschäftsprozesse zu optimieren, Energie- und Betriebskosten einzusparen und nach innen und außen zu überzeugen - wichtige Faktoren, um sich zu behaupten.

Blick in die Zukunft

Die Notwendigkeit, sich baulich auf die Arbeitswelt der Zukunft einzustellen, verdeutlichte der Vortrag des österreichischen Wissenschaftlers Christan Hehenberger vom Institut für Marketing und Trendanalysen, Gutau. Der Zukunftsforscher ist der Überzeugung, dass vor allem Europa im kommenden Jahrzehnt mit „bahnbrechenden Innovationen“ eine weltweite Vorreiterrolle übernehmen wird. Der boomende Markt erneuerbarer Energien und die neue Plusenergiehaus-Generation würden das Bauen im privaten wie im gewerblichen Bereich stark beeinflussen, ist Hehenberger überzeugt. Der effiziente Umgang mit Energie werde das Megathema. Gerade bei Objektbauten stünden in den kommenden Jahren angesichts explodierender Betriebskosten intelligente Renovierung und Sanierung sowie neue Baukonzepte im Vordergrund. „Objekte, die dezentral ihre Energieproduktion leisten können und somit die Betriebskosten signifikant deckeln, werden zu den Gewinnern der Branche gehören“, prophezeite der Referent. Als Grund nannte Hehenberger die explodierenden Energiepreise. 2010 werde ein Barrel Erdöl rund 100 Dollar kosten. 2015 laut Prognose seines Instituts für Marketing und Trendanalysen zwischen 175 und 200 Dollar. Oberstes Ziel sei es deshalb, durch vorausschauende Investitionen der Energiekostenfalle zu entkommen. Hehenberger: „Biomasse, Photovoltaik, Windenergie, thermische Solarenergie, Wasserkraft und ab 2015 Wasserstoff werden die großen Gewinner sein.“ Zusätzliche Verknappung bei weiteren Ressourcen und Rohstoffen stelle die Wirtschaft vor neue Herausforderungen.

Die Klimaschutzdebatte erfordere außerdem, dass jedes Unternehmen einen sichtbaren und aktiven Beitrag leisten müsse. „Grün wird blau“, charakterisierte Hehenberger den Trend zu Produkten und Dienstleistungen, aber auch zu Gewerbebauten, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Photovoltaik auf Dach und Fassade wird nicht länger ein Nice-to-have, sondern ein Must-have darstellen“, zeigte er sich überzeugt. Die breite Öffentlichkeit werde in der EU im Jahr 2020 zwischen Clean- und Dirty-Companies unterscheiden. All jene, die sich diesem Urteil entziehen, müssten damit rechnen, vom Markt abgestraft zu werden.

Beim Bau neuer Gewerbegebäude müsse die Architektur nicht nur der Energieeffizienz neue Aufmerksamkeit schenken. Ein Unternehmensgebäude stelle ein ausgesprochen wichtiges Marketinginstrument dar. „Nicht der zufriedene Kunde, sondern der begeisterte Kunde muss für ein Unternehmen der Maßstab sein“, forderte Hehenberger. Hier spiele die optische Ausstrahlung eines Gebäudes eine bedeutende Rolle. Im Innern sei eine motivierende Arbeitsatmosphäre für Mitarbeiter und Ausstrahlung für Kunden ebenso wichtig.

Carsten Lotz, Diplom-Ingenieur bei der Firma Regnauer, stellte den Teilnehmern der Tagung zahlreiche Referenzobjekte vor. Die von Regnauer realisierten Businessgebäude vermittelten eine besondere Botschaft und Atmosphäre - sowohl innen als auch außen. Der natürliche Werkstoff Holz, kombiniert mit intelligent eingesetzten Farb- und Lichtkonzepten, garantiere eine Atmosphäre, die sich inspirierend auf die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter auswirke, so Lotz. Nachhaltige Materialien wie Holz würden zudem ein gesundes Raumklima schaffen: Gefilterte, saubere Luft und optimale Luftfeuchtigkeit in allen Räumen wirkten sich auf die Vitalität der Mitarbeiter aus, was wiederum von den Kunden als positiv erlebt werde.www.regnauer.de