Bei Onlineauktionen lassen sich Kosten bis zu 15 Prozent senken
Energie unter dem Hammer
Die Energiepreise steigen stetig und schmälern auch im Handwerk den Gewinn. Über online durchgeführte Energieauktionen können Strom und Gas zu günstigen Preisen eingekauft werden.
Neben der effizienteren Nutzung von Strom und Gas können Handwerksbetriebe ihre Energiekosten bereits durch die Reduzierung der Beschaffungskosten senken. Rund 900 Strom- und 750 Gasversorger in Deutschland und die damit verbundene Angebotsvielfalt erschweren jedoch oft die Auswahl eines günstigen Energielieferanten. Schon alleine das Einholen der Offerten ist zeitaufwändig, deren Details sind im Anschluss kaum vergleichbar. So genannte Energieauktionen vereinfachen und verkürzen diesen Prozess und sorgen für transparente Preise.
Der Bayreuther Energiedienstleister Ispex schreibt zum Beispiel den Strom- und Gasbedarf seiner Kunden bundesweit auf einer internetbasierten Auktionsplattform aus. Energielieferanten geben ihre Gebote ab und unterbieten sich im Verlauf der Auktion gegenseitig.
Gespannt blickt Ispex-Energiemanager Daniel Hühnlein auf seinen Monitor. Kurz vor Auktionsende rauschen noch drei weitere Gebote herein. Gleich darauf greift er zum Telefon, um seinem Kunden das Ergebnis der Stromauktion mitzuteilen. Dieser hat jetzt eine Stunde Zeit, sich zu entscheiden, ob er das Angebot des günstigsten Versorgers annimmt. Je nach Abnahmemenge und
-struktur können so Kosten um bis zu 15 Prozent reduziert werden. Für Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung, die jährlich mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom oder 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas verbrauchen, lohnen sich Onlineauktionen. Dabei ist es unerheblich, ob die Energie an einem Standort abgenommen wird oder auf mehrere Filialen verteilt ist. Betriebe mit weniger Verbrauch können über eine Tarifoptimierung die Kosten bei der Energiebeschaffung senken. sej