Was Sie bei der Einrichtung des Chefbüros beachten sollten
Freiraum für den Firmeninhaber und seine Gäste
Handwerksmeister sind gestandene Praktiker. Büroarbeit gilt da eher als notwendiges Übel. Trotzdem sollte der Firmeninhaber ein einladendes und funktionales Arbeitszimmer beziehen, schließlich werden hier Geschäftspartner und Kunden empfangen oder es dient als Ruhezone für komplizierte Kopfarbeit.
Während bei großen Konzernen die klassischen Chefbüros mehr und mehr offenen Kommunikationsflächen weichen, behält im Handwerksunternehmen das traditionelle Zellenbüro seine Berechtigung. Welche Schwerpunkte der Handwerksmeister bei der Einrichtung seines Büros setzt, hänge in erster Linie von der Unternehmenskultur ab, sagt Barbara Schwaibold vom Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel. Auf jeden Fall sollte das Büro des Chefs repräsentativer sein als andere. Außerdem sei eine Zone für kleine Gesprächsrunden sinnvoll. Hat zum Beispiel der Chef mit seinem Vorarbeiter eine wichtige Besprechung, sollten die nötigen Unterlagen griffbereit sein. Für solche Vier-Augen-Gespräche eigne sich auch ein Stehpult hervorragend, denn der für den Körper optimale Büroalltag besteht aus 60 Prozent sitzen, 30 Prozent stehen und zehn Prozent gehen. Meist wird im Büro zu viel Zeit im Sitzen verbracht. Die kleinste Normgröße für ein Einzelbüro beträgt 8 m2. Für ein Chefbüro empfiehlt Barbara Schwaibold aus den genannten Gründen jedoch mindestens eine Fläche von 20 m2. Zentraler Punkt ist natürlich der Schreibtisch. Sein Standort will gut gewählt sein, vor allem was die Beleuchtung betrifft. Tageslicht oder Leuchten dürfen keinesfalls blenden. Entsprechend der Position des Schreibtisch, sollte die Elektroinstallation für Rechner und Kommunikationsgeräte geplant werden, ebenso die Verteilung der restlichen Möbel.
Für ein entspanntes Arbeiten sollte die Tischplatte des Schreibtischs höhenverstellbar sein. Damit ein gesunder Rücken im Büro nicht zu sehr strapaziert wird, sollte der Stuhl dynamisches Sitzen ermöglichen. Trotzdem darf der Chefsessel nach einem schönen Design ausgesucht werden, selbst wenn er aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht jede Raffinesse bietet. Schließlich verbringt der Chef durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden in seinem Büro. „Aber eine Armlehne sollte schon sein“, empfiehlt Barbara Schwaibold. „Selbst die Nackenlehne gilt nicht als antiquiert, denn sie soll beim Nachdenken den Kopf stützen.“ ste