Beliebteste Sehenswürdigkeiten Deutschlands Schloss Heidelberg thront ganz oben

Ausländische Touristen haben die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands gewählt. Schlösser, Burgen und Kathedralen gehören zu den Höhepunkten.

Eva Schneider

1. Platz: Das Schloss Heidelberg ist – auch als Ruine – ein populärer Anziehungspunkt für Touristen und das Wahrzeichen Heidelbergs hoch oben über der Altstadt. - © Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Die Ruine des Schlosses Heidelberg erhebt sich majestätisch auf einer zum Neckartal vorgeschobenen Terrasse des Königsstuhls. Kurfürsten von der Pfalz haben hier gelebt und residiert. Acht Jahrhunderte später sind es vor allem Amerikaner, die sich hier täglich in Heerscharen tummeln.

Schlösserromantik beliebt

Ausländische Touristen haben jüngst die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands gewählt. In der Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) auf Platz eins: das Schloss Heidelberg. Aus der Umfrage hat die DZT eine "Top-100"-Hitliste erstellt.

Es war vom 13. bis 18. Jahrhundert Sitz vieler Kurfürsten. Heute thront die nach einem Großbrand zerstörte Ruine über der Heidelberger Altstadt. Seit dem 19. Jahrhundert ist Heidelberg für seine romantisch anmutende Schlossruine weltbekannt – und Pflichtprogramm für Touristen aus aller Welt.

2. Platz: Schloss Neuschwanstein ist nicht nur das "Märchenschloss". Tausende Japaner und Amerikaner drängen sich hier durch die einstigen Gemächer Ludwigs II. - © Bayerische Schlösserverwaltung
Schloss Neuschwanstein

Romantik aus alten Zeiten scheint den Deutschland-Besuchern ohnehin sehr wichtig zu sein bei einem Ausflug nach Deutschland. Denn den zweiten Platz des Rankings nimmt gleich das Schloss Neuschwanstein ein, jenes "Märchenschloss" am Alpenrand von König Ludwig II.

Ludwig begann den Bau 1869, konnte ihn aber nie vollenden. Erst nach seinem Tod wurde das Schloss des menschenscheuen Königs zur Besichtigung freigegeben und erhielt den Namen Neuschwanstein. Heute drängen sich im Sommer im Schnitt rund 6.000 Besucher täglich durch die Räume.

Auch der Kölner Dom, UNESCO-Welterbe, gehört zu den drei beliebtesten Zielen ausländischer Touristen. Schon im vierten Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Doms ein christlicher Sakralbau. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die anno 1164 von Mailand nach Köln gebracht wurden, machten den Dom zur bedeutendsten Wallfahrtskirche Europas.

3. Platz: Der Kölner Dom – was wäre die Kölner Skyline ohne ihn. Der Dom gilt als Meisterwerk gotischer Baukunst. Es ist das dritthöchste Kirchengebäude der Welt. - © Blacky/Fotolia
Kölner Dom

Der Grundstein des heutigen Doms wurde 1248 von Erzbischof Konrad von Hochstaden gelegt. 1841 veranlasste König Friedrich Wilhelm IV. die Gründung des "Zentrale-Dombau-Vereins", und 1880 wurde der Bau der Kathedrale vollendet. Es ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst.

Berlin, Berlin wir fahren nach ...

Berlin darf hier natürlich nicht fehlen. Unter den "Top Ten" findet sich mit dem Brandenburger Tor eines der berühmtesten Wahrzeichen der Bundeshauptstadt und das Nationalsymbol der Deutschen Einheit (Platz vier). Die Berliner Mauer – also das, was von ihr noch übrig ist – belegt Platz 17, ein paar Plätze dahinter kommt der Reichstag.

Die Frauenkirche in Dresden, die seit dem Jahr 2005 komplett wieder aufgebaut ist und mit der größten steinernen Kuppel nördlich der Alpen aufwartet, folgt an fünfter Stelle. Und etwas Natur muss auch sein: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, teilt sich Platz 15 mit der Insel Mainau im Bodensee.

Und noch etwas für Fußballfans: Die rot schimmernde Allianz Arena in München landet auf Platz 41.

Die komplette Liste aller Sehenswürdigkeiten finden Sie hier.