Flusskreuzfahrten bieten Entspannung an Bord und Spannung an Land. An Donau, Rhein und Rhône gibt es viel zu entdecken. Und das?Reisen bleibt stressfrei.
Burkhard Riering
Links und rechts gleiten gemächlich die Landschaften vorbei, an den Ufern der Donau ist es grün, urig, ziemlich ruhig, nur das Schiff erzeugt kleine Wellen. Die Atmosphäre auf dem Sonnendeck des Flusskreuzers ist ebenso entspannt wie friedlich. Man lässt sich hier ganz gern einmal treiben.
Doch dann wird es plötzlich urban. Große Städte kündigen sich an, pompöse Gebäude sind schon von weitem zu sehen, der Schiffsverkehr nimmt zu, gut gefüllte Ausflugslokale säumen die Ufer. Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad – eine Donauschifffahrt führt den Reisenden jeden Tag auch automatisch in Europas imposanteste Kulturstädte. Es gibt wohl kaum eine entspanntere Art, um von einer Haupstadt zur nächsten zu kommen.
Es ist das, was eine Flusskreuzfahrt ausmacht: Entspannung, Wellness, Faulenzen und Genuss auf der einen Seite, Kulturausflüge und Sightseeing auf der anderen Seite – und alles bitte stressfrei, ohne lange Anreise und ohne nervige Parkplatzsuche.
Das Gute liegt so nah
Europa liegt bei Flusskreuzfahrten voll im Trend – es müssen nicht immer Karibik oder Komoren sein. Touristikunternehmen wie etwa der Flusskreuzfahrt-Anbieter Arosa setzen bei ihren neuen Programmen für die laufende Saison zum Beispiel auf Rhein, Donau sowie Rhône und Saône.
Die Donau durchquert europaweit die meisten Städte und Länder. Wussten Sie, dass der Fluss durch zehn Staaten fließt? Dass aus jenem Rinnsal, das aus den "Bächen" Brigach und Breg bei Donaueschingen entsteht, ein mächtiger, reißender Strom wird, der bis ins Schwarze Meer führt?
Am deutschen Rhein und an Frankreichs Flussufern liegen keine Hauptstädte. Dafür wird hier in schöner Landschaft gern beisammen gesessen, gegessen und getrunken. Der Reisende, heißt es etwa bei Arosa, erwarte sich hier "Kulinarik". Feinschmecker-Abende an Bord und Weinverköstigungen in traditionellen Lokalen sind genau die Höhepunkte, die der Kunde hier sucht. Der Mensch muss eben Prioritäten setzen.
Das Reisen an sich merkt der Passagier übrigens so gut wie gar nicht: Am Tag ist er an Land, nachts wird weitergereist – es ist ein Fortkommen sozusagen im Schlaf.
Vom Entdecker zum Genießer
Als die Kreuzfahrt vor 120 Jahren erfunden wurde, ging es zunächst gar nicht um Entspannung und Genuss. Der Mensch hatte den Drang, die Welt zu entdecken und die entlegendsten Kulturkreise kennenzulernen. In der Folge wurde das "Kreuzfahren" aber immer mondäner, die Luxusliner kamen auf. Nur ein elitärer Kundenkreis konnte sich das leisten.Nachdem heute per Flugzeug mühelos jeder Winkel der Erde besucht werden kann, ist die Kreuzfahrt weniger Entdeckerfahrt – sie ist vielmehr Entspannungstour. Denn Hand aufs Herz: Die meisten Passagiere wollen abschalten – und genießen.
Flussfahrten in Europa auf Rhein, Donau und Rhône
- Rhein: Die wichtigste Wasserstraße Europas. Der Fluss führt die Passagiere von Amsterdam bis hin in die Postkartenidyllen des Rhein-Main-Mosel-Gebiets mit seinen romantischen Fachwerk-Örtchen.
- Donau: Der Fluss, der die großen Städte verbindet. Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad gilt es zu entdecken.
- Rhône/Saône: Mediterranes Flair und purer Genuss. Das französische "Savoir vivre" steht hier für die Reisenden im Vordergrund. Schlemmen wie Gott in...
