Die deutsche Wirtschaft hat einen beachtlichen Start ins Jahr 2014 hingelegt. Blickt man auf das ifo-Geschäftsklima, dann ist die Stimmung in den Unternehmen so gut wie seit fast drei Jahren nicht mehr, auch wenn die Ereignisse auf der Krim zuletzt für einen leichten Dämpfer sorgten.
Die Industrie fuhr im Zeitraum Januar/Februar ein Produktionsplus von 4,6 Prozent auf Jahressicht ein. Auch die Auftragseingänge belebten sich spürbar, vor allem bei den Herstellern von Konsumgütern.
Die zuletzt deutlich bessere Stimmung bei den Exporteuren kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Durchbruch im Außenhandel auf sich warten lässt. Zum einen arbeitet sich die Eurozone nur langsam aus der Krise, zum anderen lassen die Schwellenländer – allen voran die Wachstumslokomotive China – an Dynamik vermissen. Im Januar/Februar übertrafen die deutschen Auslandslieferungen den Vorjahreswert um 3,8 Prozent.
Konsumenten in bester Kauflaune
Die Ausrüstungsinvestitionen deutscher Unternehmen werden 2014 kräftig wachsen – so sehen es die Leasinggesellschaften voraus, deren Nachfrage unmittelbar am Investitionsgeschehen hängt. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres zogen die Inlandsumsätze der Investitionsgüterindustrie immerhin um 6,4 Prozent gegenüber 2013 an.
Während die Firmen bei den Ausgaben die Zügel allmählich lockern, sind die Konsumenten bereits in bester Kauflaune. Laut GfK wächst der Konjunkturoptimismus, zudem setzen die Verbraucher auf steigende Einkommen: Der entsprechende Index für März rangiert knapp unter dem Rekordhoch.
Neben den derzeit niedrigen Zinsen, die das Sparen unattraktiv machen, begünstigt auch die gedrosselte Inflation den Konsum. Im Monat März stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 1,0 Prozent.
Beschäftigung tendiert aufwärts
Die Beschäftigung tendiert weiter aufwärts. Im Februar übertraf die Zahl der Erwerbstätigen den Vorjahreswert um fast 314.000 oder 0,8 Prozent. Zusätzliche Arbeitsplätze entstanden in erster Linie bei wirtschaftsnahen Dienstleistern sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Laut dem Stellen-Index der Arbeitsagentur signalisieren die einheimischen Unternehmen seit dem vergangenen Sommer zunehmende Einstellungsbereitschaft. we/los