Allgemeine Wirtschaftsdaten Konsum verhindert Rezession

Das Bruttoinlandsprodukt steigt 2013 nur um 0,5 Prozent – aber die Konsumfreude der Verbraucher hilft der Wirtschaft.

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Die deutsche Wirtschaft hatte im Jahr 2013 Mühe, den Kurs zu halten. Nach Einschätzung der Bundesbank legte das reale Bruttoinlandsprodukt nur um 0,5 Prozent zu. Zum einen gestalteten der lange Winter und das nasse Frühjahr, das mancherorts in eine Flut­katastrophe mündete, die Produktionsbedingungen schwierig. Zum anderen schwelte die europäische Staatsschuldenkrise weiter.

Vor allem den Exporteuren im Euro-Raum blies der Wind kräftig entgegen. Und auch weltweit war unter den Investoren keine rechte Aufbruchstimmung festzustellen. Dabei machten sich Bremswirkungen in den Schwellenländern bemerkbar. Zudem verschlechterte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Dollar-Raum durch die Aufwertung des Euro.

Private Konsum bleibt Motor der Entwicklung

Letztlich flachte das Wachstum der Ausfuhren auf 0,2 Prozent ab. Damit fiel Deutschland erstmals seit drei Jahren wieder hinter das Wachstum des Welthandels zurück. Zeitgleich verlagerten sich die Auftriebskräfte mehr und mehr Richtung inländische Verwendung.

Motor der Entwicklung war der private Konsum, der 2013 preisbereinigt um 0,9 Prozent zunahm. Sichere Arbeitsplätze und gestiegene Tarifeinkommen sind die Gründe dafür.

Dagegen schrumpften die Aus­rüstungsinvestitionen gemäß Berechnungen des Sachverständigenrates um 2,6 Prozent. Die Zurückhaltung war eine Reaktion auf die vorhandenen Kapazitätsreserven und die schleppende Konjunkturerholung. Abzulesen war sie an der frostigen Kreditnachfrage.

Den Anstieg der Verbraucherpreise sieht die Bundesbank bei nur noch 1,6 Prozent. Ausschlaggebend war, dass die Preise auf der Großhandelsstufe unter Druck gerieten. Brennstoffe, Erze und Metall wurden billiger, Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen.

Am Arbeitsmarkt wechselten Licht und Schatten. Im Jahresmittel stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 250.000 auf 41,86 Millionen. Möglich wurde dies auch durch verstärkte Zuwanderung. Dagegen kamen Arbeitslose seltener zum Zug; ihre Qualifikationen passten immer schlechter zu den Anforderungen der Unternehmen. los/we