Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Februar 2012 um 2,3 Prozent höher als im Februar 2011. Die steigenden Energiepreise verursachten den Anstieg.

Energie war diesem Februar 8 Prozent teurer als im gleichen Monat 2011. Bereits seit März 2010 klettern die Energiepreise deutlich schneller als die allgemeine Teuerungsrate, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Februar 2012 verteuerte sich die Haushaltsenergie im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent. Die Preise für leichtes Heizöl vervielfachten sich (17,7 Prozent). Auch die Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme (11,2 Prozent) und Gas (6,7 Prozent) schnellten nach oben.
An der Tankstelle mussten die Deutschen deutlich mehr bezahlen. Kraftstoffe kosteten 8,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Februar 2012 nur bei 1,6 Prozent gelegen.
Fleisch und Butter deutlich teurer
Auch für den Sonntagsbraten mussten die Bundesbürger deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren stiegen um 6 Prozent. Speisefette und Speiseöle gingen sogar um 8,8 Prozent hinauf. Auch für Brot und Getreideerzeugnisse (4,5 Prozent) sowie Fisch und Fischwaren (4,1 Prozent) mussten die Verbraucher deutlich mehr als vor einem Jahr ausgeben.
Vegetarier kommen dagegen günstiger weg. Die Preise für Obst (minus 4,1 Prozent) und Gemüse (minus 3,7 Prozent) fielen deutlich. Insgesamt kletterten die Preise für Nahrungsmittel um 2,7 Prozent gegenüber Februar 2011.
Kaffeetrinker zahlen fast 15 Prozent mehr
Liebhaber von Kaffee traf es am Schlimmsten. Die Kosten stiegen um 14,8 Prozent. Alkoholfreie Getränke insgesamt verteuerten sich um fünf Prozent. Durch die Erhöhung der Tabaksteuer zum Mai 2011 und zum Januar 2012 stiegen auch die Tabakwaren um 4,9 Prozent.
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Vergleich zum Februar 2011 überdurchschnittlich um 3,4 Prozent. Auch Artikel mit mittlerer Lebensdauer, wie Bekleidungsartikel (4,2 Prozent) lagen um 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch das Reisen wurde teurer. Beispielsweise kosteten Flugtickets (11,1 Prozent) und Pauschalreisen (4,5 Prozent) mehr. Da hilft wohl nur zu Hause bleiben, SMS schreiben (Nachrichtenübermittlung minus 1,6 Prozent) und Obst essen. dhz