Arbeiten im Ausland Europäer bleiben lieber in ihren Heimatländern

Zum Arbeiten ins nahe oder ferne Ausland zu fahren, bleibt eine Ausnahme. Das in der EU seit Jahrzehnten verankerte Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit wird selten genutzt. Europaweit arbeiten nur 3 von 100 Erwerbspersonen im EU-Ausland.

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Europäer bleiben lieber in ihren Heimatländern

Größte Hürde auf dem Weg ins Ausland sind mangelnde Sprachkenntnisse. Europaweit nennen 52 Prozent der Befragten diesen Aspekt, 39 Prozent wollen vor allem ihrer Familie keinen Umzug zumuten. In Deutschland wiegen beide Hinderungsgründe mit 48 Prozent beziehungsweise 45 Prozent etwa gleich schwer.

Demgegenüber befürchten vergleichsweise wenig Befragte, dass ihre Berufsqualifikation im Ausland nicht anerkannt werden könnte. Europaweit sehen nur sechs Prozent diese potenzielle Hürde. In Osteuropa allerdings ist diese Sorge wesentlich ausgeprägter. So glauben 15 Prozent der Bulgaren und 11 Prozent der Rumänen, dass ihre Ausbildung im Ausland weniger zählt. Dementsprechend sind auch überdurchschnittlich viele Bulgaren (33 Prozent) und Rumänen (28 Prozent) davon überzeugt, in einem anderen EU-Staat keine angemessene Beschäftigung finden zu können.

dapd